Ende unserer Radreise

 11.12. – 13.12.2016 Die letzten Tage in Bangkok  35,9 km und 36 Hm

Die ersten beiden Tage nutzten wir, um vor allem die prächtigen Tempel sowie den Königspalast zu besichtigen.


Wat Pho


Königspalast

Bangkok hat viele Gesichter. Moderne Hochhäuser, U-Bahnen, Hochstraßen, enge und verwinkelte Gassen, das alte Chinatown, die prächtigen Tempel und Märkte, durch die man selbst zu Fuß kaum vorwärts kommt.


Wat Phitcaaya Yatikaram Worawihan


Blumenmarkt


Klong, sieht zwar romantisch aus doch leider ist alles vermüllt und stinkt.


Chao Phraya River


Aussicht vom Restaurant unseres GH im 8. Stockwerk

Selbst zu Fuß waren wir dankbar, dass wir durch unser Navi immer wussten, wo wir uns gerade befinden und wie wir am besten weiter kommen.

Der ohrenbetäubende Lärm und die schlechte Luft in den chronisch verstopften Straßen, der Gestank aus den Kanaldeckeln und Klongs und der überall herumliegende und stinkende Müll scheint die Bangkoker nicht zu stören.

Man wird von vielen Essensgerüchen aus mobilen Verkaufsständen und Garküchen konfrontiert, aber alles –ob flüssig oder fest - wird in Plastiktüten verpackt und nach dem Verzehr weggeschmissen, da man meist keine Sitzgelegenheit hat, wo man das Essen zu sich nehmen kann.

Am 13.12. stand noch unsere letzte Etappe an. Von unserem GH ging es quer durch die ganze Stadt Richtung Flughafen, wo wir im selben Hotel, in dem wir schon nach unserer Ankunft in Bangkok nächtigten, wieder unter kamen. Hier konnten wir auch  unser Verpackungsmaterial für die Räder wieder in Empfang nehmen.


Verstopfte Straßen


Ausgewiesener Radweg


Die Straße führt mitten durch den Markt


Straßengewirr auf verschiedenen Ebenen


Taxifahrer interessieren sich für unser Navi


Die letzte Hürde vor Erreichen unseres Hotels

Unsere Radreise geht hier zu Ende. Wir haben 3000 Kilometer zurückgelegt und dabei 17542 Höhenmeter überwunden. Wunderbare und abwechslungsreiche Landschaften haben wir durchfahren und viele Einblicke in das Leben abseits der Straße bekommen.

Drei sehr unterschiedliche Länder von reich, arm und bettelarm haben wir teilweise kennen gelernt. Der protzige Reichtum einiger Wenigen neben bitterer Armut machte uns in allen drei Ländern betroffen.

Wir sind dankbar, dass wir ohne gesundheitliche Probleme diese abenteuerliche Reise überstanden haben und nehmen viele neue Eindrücke mit nach Hause, von denen wir noch lange zehren können.

Norbert und Frieda

 

Bangkok

07.12.2016 Pattaya – Chonburi  71,6 km und 186 Hm

Heute gibt es nichts Besonderes zu berichten. Von Pattaya aus ging es auf der Schellstraße Nr. 3 Richtung Bangkok weiter.


Wir verlassen Pattaya

Die Küstenstädte in Richtung Bangkok gehen nahtlos ineinander über.  Zweimal wollten wir abseits der Schnellstraße fahren, wie es unser Routenplaner vorschlug, doch wir landeten im Nirgendwo.


Fliegender Händler


Also ging es auf der Hauptstraße weiter

Unterwegs besichtigten wir noch eine farbenprächtige chinesische Tempelanlage, mit vielen Drachenmotiven und bunten Bildern.

In Chonburi fanden wir ein günstiges und ordentliches Hotel und sahen uns noch in der Stadt, die sehr verkehrsreich und schmutzig ist, um.


08.12.2016 Chonburi – Bangkok Süd (Bangpoo Inn Hotel) 79 km und 86 Hm

Erneut ließ sich die Sonne kaum blicken, was zwar für angenehme Temperaturen sorgte aber auf den Bildern fehlt einfach das nötige Licht.
Von Chonburi ging es zunächst nach Bang Pakong. Um zum Amata Castle zu gelangen mussten wir einen größeren Umweg in Kauf nehmen, da es durch ein neues Industriegebiet ging, das dem Routenplaner noch nicht bekannt war. So dauerte es einige Zeit, bis wir uns zum Castle durchgewurstelt hatten.

Die Anlage war eigentlich geschlossen aber zwei freundliche Wärter ließen uns zumindest einige Fotos schießen.


Amata Castle inmitten eines wunderschönen Parks

Dann ging es wieder zurück zur Hauptstraße. Wir hatten aber das Problem, dass wir auf der falschen Straßenseite waren und erst nach weiteren 4 km Umweg gelangten wir über einen schmalen Übergang und konnten so auf die richtige Seite überwechseln.


Wir gelangen wieder auf die richtige Seite

Es herrschte sehr starker Verkehr und auch nach einem Wechsel auf eine Nebenstraße wurde das Verkehrsaufkommen kaum geringer.

Zu allem Übel holte sich Norbert noch einen Platten am Hinterreifen durch ein Drahtstück aus einem defekten Autoreifen, der jedoch schnell behoben war.

Wir waren dem Meer wieder sehr nahe und konnten zahlreiche Meerwasserbecken sehen, aus denen Salz gewonnen wird.


Meerwasserbecken


Meersalz


Auch Fische werden an der Straße getrocknet


Diese Echse lief vor uns über die Straße

Nach knapp 80 Kilometren fanden wir eine Unterkunft und machten es uns dort gemütlich.


09.12.2016 Bangpoo – Bangkok (Chinatown) 35,4 km und 12 Hm

Seit längerer Zeit hatten wir heute wieder einmal einen strahlend blauen Himmel und Sonnenschein bei 25°C -30°C und leichtem Wind. Um 7:30 Uhr nahmen wir die letzten 35 km in Angriff, um unser Ziel im Zentrum von Bangkok zu erreichen. Durch dicht besiedeltes Gebiet oder Hafenanlagen ging es bei vielfach stockendem Verkehr Richtung Innenstadt.


Im Hafengebiet von Samut Prakan

Die Straßenränder mit den oft tiefer liegenden Schachtdeckeln und vielen Unebenheiten erforderten unsere ganze Aufmerksamkeit. Dazu kam, dass sich die Mofafahrer rechts und links an uns vorbei schlängelten.


Die Straßen verlaufen auf verschiedenen Ebenen


Wir nähern uns dem Zentrum


Chinatown ist erreicht

So erreichten wir gegen 10 Uhr unser GH. Da wir noch bis 14 Uhr warten mussten, bis wir unser Zimmer beziehen konnten, machten wir einen ersten Erkundungsgang.

Den Nachmittag verbrachten wir mit Besichtigungen von verschiedenen Wats und gingen am Phraya River entlang. Der sich durch die ganze Stadt zieht.


Ausblick vom 8. Stock unseres Hotelrestaurants auf Bangkok mit dem Phraya River


Gebrauchsanweisung; gilt auch zu Hause

 

Ruhige Tage am Meer

03.12.2016  Laem Sing – Laem Maephim  83,6 km und 223 Hm

Da wir heute und in den nächsten Tagen kein Problem mit Unterkünften haben werden, starteten wir  erst um 7:30 Uhr.


Morgenstimmung mit noch dunklen Wolken

Bei stürmischem Wind ging es vielfach der Küste entlang, die durch tief eingeschnittene Meeresarme unterbrochen wurde.


Immer wieder prächtige Tempel

Die ruhige Panoramastraße mit zahlreichen Brücken und einem ausgewiesenen Radweg konnte bequem befahren werden. An den weitläufigen Flussmündungen befinden sich  Mangrovenwälder und viele Garnelenfarmen.


Garnelenzucht


Kautschukgewinnung

Der Küstenabschnitt wird kaum von westlichen Urlaubern besucht. Überhaupt sind noch sehr wenige Touristen unterwegs.


04.12.2016  Laem Maephim – Phla  80,5 km und 98 Hm

Unsere Route führte weiter auf dem Küstenweg, wo überall gerade die Fischer ihren frischen Fang am Straßenrand verkauften. Leckerer Seafood konnte gleich in den Garküchen gegessen werden. Es herrschte überall Hochbetrieb.


Küstenweg


Schöne leere Sandstrände


Fangfrischer Fisch


Arbeit kann einen so fertig machen

Ein Triathlon fand zeitgleich auf unserer Route statt aber wir durften die Strecke mitbenutzen und viele richteten den Daumen nach oben, als sie uns mit Gepäck sahen.


Unterwegs auf der Triathlonstrecke


Vom Straßenkehrkommando bekamen wir  2 kühle Flaschen Wasser.

Einige Hafen- und Industrieanlagen mussten umfahren werden, was uns aber problemlos gelang.

Um 14 Uhr fanden wir ein ausgezeichnetes Hotel direkt am Meer und machten es uns am Nachmittag gemütlich.


Ausblick von unserem Hotel


05.12.2016 Phla – Pattaya  49,7 km und 167 Hm

Bei bewölktem Himmel setzten wir unsere Tour fort. Zunächst ging es noch am Meer entlang, danach am Flughafen von Pattaya. Bals darauf fanden wir ein ganz ruhiges Sträßchen, das etwas ins Landesinnere führte.

25 km vor Pattaya besuchten wir den Tropical Garden. Wir stellten unsere Räder ab und wanderten durch die mit einzigartigen Sammlungen von Pflanzen und Bäumen weitläufigen Anlagen. Viele Tiernachbildungen aus allen Erdteilen sowie auch Tiergehege gab es zu bewundern. Die Anlage ist großartig gestaltet und für Klein und Groß eine gelungene Abwechslung.

Leider versteckte sich die Sonne auch heute wieder hinter den Wolken. Dafür aber stieg das Thermometer nicht über 31°C.

Der Weiterweg nach Pattaya verlief zunächst auf der verkehrsreichen Hauptstraße, bevor wir auf die Küstenstraße abbogen. Auch hier herrschte starkes Verkehrsaufkommen und, wie so oft, war  eine Fahrspur zugeparkt. Daher war äußerste Aufmerksamkeit geboten aber Dank unseres Routenplaners fanden wir schnell unser Hotel, das wir für 2 Nächte gebucht hatten.
Das berühmt- berüchtigte Pattaya, das alljährlich rund 10 Mio. Besucher anlockt, gilt als Vergnügungszentrum für Touristen aus aller Welt.


06.12.2016 Ruhetag in Pattaya

Nach einem guten und gemütlichen Frühstück in unserem Hotel machten wir uns zu Fuß auf, um verschiedene Aussichtspunkte zu besichtigen.


Aussicht vom Hotelpool aufs Meer

Zunächst schauten wir uns das Bal Hai Pier an, an dem die verschiedenen Schiffe zu den vorgelagerten Inseln ablegen. Da hier im Hafengebiet die Wasserqualität nicht gerade gut ist (das Wasser stinkt im ganzen Uferbereich), fahren die Badegäste auf die umliegenden Inseln.

Danach wanderten wir zu zwei Aussichtspunkten hinauf. Auf dem einen steht ein chinesischer Tempel mit einer goldenen Buddha Statue und auf dem anderen Hügel befand sich ein thailändischer Tempel sowie ein Admiral Monument.

Die Aussicht auf die große Stadt mit den vielen Hochhäusern und Buchten war trotz Bewölkung sehr schön. Durch Parkanlagen ging es dann wieder zurück in die Stadt.

So waren wir 9 km zu Fuß unterwegs, was hier schon bemerkenswert ist, da sowohl die Einheimischen aber natürlich auch die Touristen aus China, Russland, Indien und Europa kaum einen Meter gehen. Alle sind mit Bussen, Taxis, Tuk Tuk, Auto oder Moped unterwegs.

Ältere westliche Herren mit Bauchansatz und kurzen Hosen sieht man oft in Begleitung junger Thailänderinnen.

In Pattaya findet man unzählige Übernachtungsmöglichkeiten, Einkaufszentren, Restaurants und Vergnügungslokale.

Wir haben das Meer erreicht

29.11.2016 Phnom Penh – Siem Reap per Bus

Die Rückfahrt vom Phnom Penh erfolgte auf derselben Strecke wie die Hinfahrt, war jedoch wesentlich entspannter,  da wir mit einem großen Reisebus unterwegs waren. Die Hinfahrt in einem Minibus war der reinste Horrortrip, da der Fahrer immer am Überholen war und dauernd die Hupe benutze, um die anderen von der Straße drängte.

Zurück im GH hieß es wieder einmal umpacken, die Weiterfahrt mit dem Schiff nach Battambang zu organisieren.


Frühstücksraum auf der Terrasse unseres GH in Phnom Penh


Raststätte mit Blick auf die Ausläufer des Tonle Sap Sees


30.11.2016 Siem Reap – Battambang per Schiff

Zunächst ging es heute mit dem Tuk Tuk zur Schiffsanlegestelle, die ca. 12 km außerhalb von Siem Reap lag.


Dann wurde alles auf das Schiff verladen und wir und unsere Räder fanden gerade noch einen Platz auf dem Schiffsdach.

Dann begann die Fahrt über den Tonle See. Der Tonle Sap See ist ein besonderer See. Er ist der größte Süßwassersee in Südostasien. Der Beginn der Regenzeit im Junifällt mit der Schneeschmelze im Himalaja-Gebirge zusammen, in dem der Mekong entspringt. Der Mekong führt zu dieser Zeit viermal mehr Wasser als üblich. Während der Regenzeit schwillt der Tonle Sap See durch Rückstaueffekte des Mekongs auf seine 5-fache Größe an und begünstigt dadurch enormen Fischreichtum. Nach dem Ende der Regenzeit, wenn die Wassermassen des Mekongs geringer werden und der Druck nachlässt, kehrt sich die Fließrichtung wieder um. Die am Fluss Sangker lebenden Menschen haben sich an diese Gegebenheiten angepasst und leben in schwimmenden Häusern, die mit dem Wasserstand mitgehen oder in auf Stelzen gebauten Häuser.


Die Durchfahrt führt durch teils sehr schmale Kanäle.


Die schwimmenden Häuser  steigen mit dem Wasserpegel.


Die Schulkinder sind auf Booten auf der Heimfahrt.


Wasserpflanzen bilden riesige Teppiche.


Stelzenhäuser; nach der Regenzeit steigt das Wasser bis zur Wohnfläche.

Der ganze Prozess ist stark gefährdet, da China zahlreiche Staudammprojekte baut und weitere plant. Die Fahrt mit dem Schiff verlief zunächst durch enge Kanäle, führte dann über den Nordteil des Sees und weiter bis Battambang ging es auf dem Fluss Sangker. Nach 7 ½  stündiger Fahrt erreichten wir schließlich Battambang und kamen in einem guten Hotel unter.


Battambang


01.12.2016 Battambang – Phsar Prum  104,7 km und 435 Hm

Nach all den Besichtigungstagen und der Schifffahrt waren wir froh, wieder mit dem Rad unterwegs zu sein. Wir verließen Battambang noch vor Sonnenaufgang und fuhren auf anfangs ebener Strecke Richtung Pailin, das nur noch 17 Kilometer von der thailändischen Grenze entfernt liegt.

Etwa 20 Kilometer vor Pailin kamen uns 2 tschechische Fernradler entgegen, mit den wir uns eine Weile unterhielten. In Pailin besichtigten wir die bunte Klosteranlage Wat Phnom Yat, die auf einem Hügel steht. Die Anlage ist Frau Yat gewidmet, die den göttlichen Vergleich verkündete: die Götter gaben der Region die Edelsteine, im Gegenzug sollte die Bevölkerung das Erlegen wilder Tiere einstellen.


Ortseingang von Pailin


Tempel mit  vielen bunten Bildern und figürlichen Darstellungen.

Dann folgten noch die restlichen 17 km bis zum Grenzort Phsar Prum durch hügeliges Gelände. Bald hatten wir ein nettes GH gefunden und konnten uns am Nachmittag in Ruhe umsehen.


Auf der Suche nach Edelsteinen


Mofa als Transporter


Mofa als Taxi


Es wird wieder hügeliger


02.12.2016   Phsar Prum  - Laem Sing  103,5 km und 411 Hm

Pünktlich zur Öffnung der Grenze um 6 Uhr waren wir vor Ort und holten uns den Ausreisestempel von Kambodscha. Weiter ging es zur thailändischen Grenze, wo wir unseren Einreiseschein für ein Visa on Arrival ausfüllten und schon bald unsere Visa bis 31.12.16 im Pass hatten.

Schon bald machte sich der Unterschied in der Straßenbeschaffenheit gegenüber Kambodscha bemerkbar, denn der Straßenbelag war deutlich besser. Nur Abseits der Haupt- und Verbindungsstraßen sah es aus wie in Laos und Kambodscha.


Die Straßen sind wieder besser und mit Radweg. Dafür war es fast den ganzen Tag über stark bewölkt und recht windig bei Temperaturen von 21°C – 30°C.


Abseits der Hauptstraßen wie in den Nachbarstaaten aber wunderschön und einsam.

So kamen wir gut voran und erreichten zur Mittagszeit Chanthaburi mit rund 160000 Ew. Dort ging es durch die Altstadt und wir schauten uns die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten an. Chanthaburi ist das Edelsteinzentrum Thailands.


Chanthaburi


Katholische Kathedrale in Chanthaburi


Die Überreste des Edelsteinabbaus.

Von hier aus waren es nur noch 20 km bis zum Meer (Golf von Thailand) und schnell fanden wir ein Strandhaus direkt am Meer.


Ausblick von unserer Unterkunft auf den Golf von Thailand


Der Strand vor unserer Unterkunft.