Von Marrakesch zum Hohen Atlas

24.10.2017 Marrakesch 9,5 km und 24 Hm

Die Anreise mit der Bahn zum Flughafen München klappte reibungslos. Auch die Abfertigung am Flughafen verlief schnell und an den Rädern mussten wir nicht einmal, wie bisher üblich, die Luft aus den Reifen ablassen. So blieb uns vor dem Abflug noch ausreichend Zeit für eine kleine Mahlzeit. Der Abflug mit Transavia erfolgte pünktlich um 14:35 Uhr und schon um 17:10 Uhr (Ortszeit) landeten wir in Marrakesch. Die Zeitverschiebung beträgt eine Stunde. Auch die Abfertigung am Flughafen war schnell erledigt. Wir holten unsere Fahrräder am Sperrgepäckschalter ab, schraubten die Pedale wieder an und stellten den Lenker wieder in Fahrtrichtung. Bei meinem Rad war leider die Halterung für das Licht abgebrochen. Aber da man hier ohnehin bei Nacht nicht fahren soll und wir dies auch nicht vorhaben, nehme ich zur Not meine Stirnlampe.

Auch die rund 7 km vom Flughafen zu unserer Unterkunft, die wir um 18:30 Uhr erreichten, waren schnell zurückgelegt. Anschließend machten wir noch einen Bummel durch die Gassen unseres Viertels und legten uns gegen 22 Uhr zur Ruhe.


Flug über die Alpen


Fahrt vom Flughafen nach Marrakesch


El-Mansour-Moschee in unserem Viertel. Von hier hören wir, wenn der Muezzin zum Gebet ruft.


25.10.2017 Marrakesch 13,7 km und 8 Hm

Nach einer guten und erholsamen Nacht begaben wir uns am Morgen zum Frühstück auf die Dachterrasse unseres Riads (Riads sind traditionelle Stadthäuser, die an Touristen vermietet werden), das wir schon von unserer Reise im Frühjahr kannten. Zwischenzeitlich fand scheinbar ein Besitzerwechsel statt, denn angefangen vom Service bis hin zum Frühstück hielt es keinem Vergleich zum Frühjahr stand.

Bei angenehmen 17°C und wolkenlosem Himmel fuhren wir mit dem Rad in die Stadt, denn wir mussten noch Geld umtauschen, Campinggas und Öl zum Kochen einkaufen.


Verkaufsstand mit Granatäpfeln


Koutoubia-Moschee

So tauchten wir also in Marrakesch in den Zauber der orientalischen Welt ein. Chaotischer Verkehr, hupende Autos und drängelnde Mopeds. Aber all dies regt uns längst nicht mehr auf, da uns dies von vielen unserer Reisen schon bekannt ist. Nach einigem Suchen und Fragen fanden schließlich den Laden, in dem es Campinggas gab. Der Rest war schnell erledigt. In einem netten Straßencafe tranken wir noch eine gute Tasse Cappuccino (der Kaffee zum Frühstück war kaum zu genießen) und fuhren dann gemütlich zurück zu unserer Unterkunft. Zwischenzeitlich war die Temperatur auf 32°C im Schatten und 42°C in der Sonne angestiegen. Dort hieß es dann wieder einmal Packen für die Reise, denn nach einem Flug muss erst wieder vieles für die Weiterfahrt mit dem Rad neu sortiert werden.


Geschichtenerzähler auf dem Djemaa el-Fna


Am Abend machen sich Einheimische und Touristen zum Djemaa el-Fna auf.


Die Öfen an den Essensständen werden angeheizt.


26.10.2017 Marrakesch – Ourigane 62,3 km und 889 Hm

Nach einem erneut mäßigen Frühstück starteten wir um 8:30 Uhr und hatten Marrakesch schon bald hinter uns gelassen.


Auf guter Radspur geht es hinaus aus Marrakesch


Wir nähern uns dem Hohen Atlas

Auf den ersten 30 Kilometern stieg die Straße gemütlich in Richtung Gebirge an. Danach folgte eine wellige Strecke, die an einer imposanten Schlucht entlang führte.


Ruhige Strecke


Berberdorf


Fahrt durch die eindrucksvolle Schlucht

Nach 48 km erreichten wir Asni, wo wir uns mit einem Berberomelett stärkten, bevor es zum mit 1209 m Höhe höchsten Punkt des Tages hinauf ging. Trotz der Höhe von über 1000 m stiegen die Temperaturen wieder auf 30°C an und immer wieder mussten wir kurze Trinkpausen einlegen. Nach weiterem Auf und Ab erreichten wir gegen 14:30 Uhr Ourigane, wo wir im Gite du Lac für 40,-- € für Übernachtung mit Halbpension freundlich aufgenommen wurden.


Wanderung zum Stausee von Ourigane