Die Karawane zieht weiter...

02.11.2017 Ausflug in die Sahara

Den heutigen Ruhetag nutzten wir zu einer Exkursion in die Sahara. Zusammen mit unserem Gastgeber und einem Fahrer ging es mit einem Allradfahrzeug in die Wüste.


Die 10-stündige Tour führte durch Stein- und Sandwüste bis zum seit vielen Jahren ausgetrockneten Lac Iriqui.


Immer wieder trafen wir auf Brunnen, aus denen die Nomaden ihr Wasser schöpfen. Zwischenzeitlich sind sie bis zu 150 m tief, da der Regen seit Jahren ausbleibt.


Der ausgetrocknete Lac Iriqui


Unterkünfte der Nomaden


Nomaden waren mit ihren Dromedaren unterwegs


Fleischspieße wurden auf Holzkohle gegrillt

Unterwegs wurde uns ein Picknick mit Tee, Salat, Brot und Fleischspießen serviert.


Weiter ging es zu den Sanddünen des Erg Lihoudi bis Mhamid. Auf dem Rückweg besuchten wir noch ein kleines Wüstenmuseum in Oulad Driss, das sich in einer Lehmkasbah befindet.


Heftig durchgerüttelt auf den Stein- und tiefen Sandpisten erreichten wir bei Dunkelheit Zagora.


Couscous mit Rindfleisch und Gemüse


03.11.2017 Zagora – Foum Zguid 124 km und 271 Hm

Nach einem wiederum hervorragenden Frühstück, das Abdeslam schon um 6:30 Uhr für uns zubereitet hatte, nahmen wir die heutige Etappe in Angriff.


Herzlicher Abschied von Abdeslam

Auf gutem aber rauem Straßenbelag und nahezu ebener Strecke kamen wir in den kühlen Morgenstunden gut voran. Man überquert ein Hochplateau, das sich zwischen 740 m und 920 m befindet und zwischen zwei Bergrücken liegt.


Fahrt über das Plateau



Die Gegend ist kaum besiedelt und es gibt keinerlei Einkaufsmöglichkeiten. Pro Stunde begegneten uns oft nur 5 oder 6 Fahrzeuge. Nach 60 km setzte dann langsam der Wind ein und erschwerte uns mit zunehmender Stärke immer mehr das Vorwärtskommen. Gegen 16 Uhr fanden wir eine einfache Auberge in Foum Zguid und waren froh, unser Tagesziel erreicht zu haben. Zum Abschluss kochten wir uns noch ein Nudelgericht mit Tomatensalat und ließen den Tag gemütlich ausklingen.


04.11.2017 Foum Zguid – Tissint 67,6 km und 146 Hm

Pünktlich wurde uns das Frühstück im Garten serviert, so konnten wir bei 20°C unsere Fahrt fortsetzen.

Fast keine Besiedelung und wiederum kein Verkehr auf der ganzen Strecke. Interessant war es, den Dromedaren beim Fressen von mit langen Stacheln gespickten Zweigen der Arganbäume zuzusehen. Schöne Fels- und Sandformationen sowie ausgetrocknete Flussläufe gab es zu bestaunen.


Ausgetrockneter Flusslauf

Tissint erreichten wir schon kurz vor 12 Uhr bei 30°C und hatten noch ausreichend Zeit, uns im Ort und an den Wasserkaskaden umzusehen.


Kleine Wasserkaskaden


Hier wurden Teppiche gewaschen


Tissint

Auch ein Teil der schmutzigen Wäsche wurde gewaschen, so dass wir nun wieder gut riechend weiterreisen können.
Am Abend gingen wir noch auf den Markt und kauften 1 kg Mandarinen zum Preis von 0,30 € für die morgige Weiterreise.