Von der Sahara zum Atlantik

08.11.2017 Icht – Amtoudi 69,4 km und 452 Hm

Nachdem am gestrigen Abend von den Teilnehmern einer Challenge Amsterdam – Dakar das Internet blockiert wurde gelang es uns heute früh vor dem Frühstück, unsere Mails zu versenden. Bei starker Bewölkung fuhren wir wieder auf einsamer Straße weiter.


Nomadenmädchen mit einem neugeborenen Zicklein

Wenige Nomaden mit Ziegen und Dromedaren boten immer wieder etwas Abwechslung. In sanfter Steigung gelangten wir gegen 13 Uhr nach Amtoudi. Auf dem dortigen Campingplatz bekamen wir ein Zimmer mit Halbpension für 40,-- € für uns beide.


Die Speicherburg in der Bildmitte vom Campingplatz aus gesehen.

Schon kurz nach der Ankunft stiegen wir zur Speicherburg (Agadir) Id Aisa auf.


Kakteen am Aufstiegsweg


Vor dem geschlossenen Tor warteten wir auf unseren Guide mit Schlüsselgewalt.


Bienenstöcke

Die 800 Jahre alte Speicherburg thront wie auf einem Adlerhorst und diente den Menschen vor hunderten von Jahren als Schutz vor feindlichen Belagerern. Der ohne Mörtel und nur mit größeren und kleineren Steinplatten zusammengefügte Mauerring mit Speicherkammern und Bienenstöcken sowie Zisternen bot auch Platz für ihre Vorräte. Das rund 2-stündige Unternehmen hat sich sehr gelohnt und bot außerdem prächtige Tiefblicke in das Tal von Amtoudi.


Tiefblick ins Tal von Amtoudi


09.11.2017 Amtoudi – Guelmim 110,3 km und 319 Hm

Ein Sonnen- Wolkenmix begleitete uns heute den ganzen Tag über. Viele lange Geraden, dazwischen immer mal wieder eine Oase und Berge in allen Schattierungen, boten heute wenig Abwechslung.

Wir kamen durch mehrere Orte und legten nach der Hälfte der Strecke eine längere Pause ein. Danach rollten wir trotz Gegenwind die letzten 55 km in die trockene Ebene nach Guelmim (300 m hoch) hinunter. Bei einer Polizeikontrolle vor Guelmim wurden wir noch etwas aufgehalten, weil die Polizisten die Daten unserer Pässe in ein Buch eintrugen. Für die Verzögerung schenkten sie uns noch einen großen Apfel. Am Eingang der Stadt bezogen wir ein schönes Hotel und bummelten später noch ins Zentrum der 120000 Einwohner zählenden Stadt. Guelmim ist eine wichtige Handelsstadt und das Tor zur Westsahara.


Polizeikontrolle


Die Männer warten vor der Moschee


10.11.207 Guelmim – Oase Fask und Tighmert 66,6 km und 228 Hm

Am heutigen Ruhetag radelten wir ohne Gepäck zu den beiden o. a. Oasen. Von beiden Oasen hatten wir uns mehr versprochen aber was soll`s.


Die Palmen werden mit einer waghalsigen Konstruktion getrimmt.

Der bei der Rückfahrt aufkommende Gegenwind und die teilweise recht schlechten Straßenverhältnisse bereiteten uns dann doch noch etwas Mühe. Zurück im Hotel ruhten wir uns während der Mittagshitze aus. Zum Abendessen ging es noch einmal ins Zentrum der Stadt. Wir genossen es, dass man hier eine riesige Auswahl an Cafes und Restaurants hatte.


11.11.2017 Guelmim – Sidi Ifni (Atlantik) 58,1 km und 546 Hm

Ein kräftiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen blies uns auf unserer Strecke in Richtung Atlantik entgegen. Einige längere Steigungen über die Küstenberge waren zu bewältigen.


Auch heute wurde uns immer wieder die Frage gestellt, ob alles in Ordnung sei, wenn wir eine Verschnaufpause am Straßenrand einlegten. Die Straße bot mit ihren vielen Kurven mehr Abwechslung und es war wieder mehr Grün zu sehen, denn ganze Hänge waren voller Kakteen.


Wie ein silbernes Band mit Auf und Ab zieht die Straße durch das Land


Die Hänge sind voller Kakteen, meist Feigenkakteen.


Die Schulen sind alle farbig angestrichen, was im Frühjahr noch nicht der Fall war. Seit 5 Jahren besteht in Marokko Schulpflicht.

Sidi Ifni erreichten wir noch vor der Mittagszeit und quartierten uns im Hotel Suerte Loca für 23,-- € ein.


Unser Hotel in Sidi Ifni


Sidi Ifni

Bei stürmischem Wind und Wellengang unternahmen wir noch einen Rundgang durch den teils spanisch geprägten Ort und zum Strand.


Eine höhere Welle hat Frieda überrascht.