An der Stiefelspitze Italiens

06.04.2018 Paola – Tropea 116,5 km und 695 Hm

Mal war es heute bewölkt, mal sonnig bei bis zu 20°C.


Die historische Altstadt vieler Orte befindet sich häufig an und um einen Berg.

Bis zur Mittagspause, die wir nach 60 km einlegten, hatten wir kräftigen Rückenwind. So kamen wir auf der überwiegend flachen Strecke gut vorwärts. Anders sah es nach der Mittagspause aus. Der Wind hatte gedreht und blies uns nun auf der weiteren Strecke kräftig ins Gesicht.


Pizzo


Leider ist der Müll ein riesiges Problem, denn er verschandelt überall die Landschaft und stinkt.

Nun gesellten sich auch noch einige Höhenmeter dazu und es ging immer wieder auf und ab. In Tropea, einem sehenswerten Städtchen, beendeten wir unsere Etappe, denn hier gab es einiges zu sehen. Tropea liegt spektakulär auf einem Steilfelsen.


07.04.2018 Tropea – Palmi 76,4 und 1351 Hm

Sonne satt und angenehme Temperaturen, so könnte man sagen, was das Wetter des heutigen Tages angeht. Ansonsten verlief der heutige Tag völlig anders als wir ihn geplant hatten. Die zunächst geplante Fahrtstrecke war auch beim besten Willen nicht befahrbar. So fuhren wir wieder nach Tropea hinunter und suchten nach einer Alternative. Aber auch diese Strecke sowie verschiedene andere war nur schlecht befahrbar. Rillen, Schlaglöcher und Schotter erschwerten das Vorwärtskommen.

Statt der geplanten 52 km ergaben sich schließlich 76 km und vor allem die vielen Höhenmeter machten uns zu schaffen. Jeder Ort, so klein er auch war, war hoch hinauf gebaut. Dazwischen holperten wir wieder mit Gefälle bis 22% auf kaum fahrbarer Piste hinunter bevor die nächste Steigung wieder auf uns wartete. Wir wussten oft nicht, wo wir weiterfahren sollten, da in den kleinen Orten keine Hinweisschilder mit Ortsnamen vorhanden waren, die wir auf unserer Karte fanden. Nur dank GPS konnten wir uns einigermaßen orientieren. Schließlich erreichten wir ziemlich fertig unser Tagesziel Palmi, wo wir in einem B&B unterkamen.


Abendstimmung mit Blick auf Sizilien und den Ätna


08.04.2018 Palmi - Reggio Calabria 57,3 km und 675 Hm

Bei schönstem Sonntagswetter und angenehm warmen Temperaturen ging es zunächst hinauf auf knapp 500 m Höhe.


Im Mafialand trägt sogar die Kuh einen Colt mit Patronengürtel

Anschließend rollten wir wieder fast bis zum Meer hinunter. Herrliche Aussichten auf das nahe Sizilien, mit dem noch tief verschneiten Ätna, begeisterten uns.

Bis zur Engstelle zwischen Sizilien und dem Festland hatten wir erstklassige Verhältnisse. Wenig Verkehr, gute Straßen und kein Wind. Dies änderte sich grundlegend, als sich die Straße auf den letzten 25 km Richtung Osten wandte.


Ab hier hatten wir mit extremem Gegenwind zu kämpfen

Die Straße wurde wieder einmal sehr schlecht und ein extremer Gegenwind erforderte höchste Vorsicht. Auch der Verkehr nahm immer mehr zu und wir waren froh, als wir unser Tagesziel Reggio Calabria (ca. 190000 Ew.) gesund erreichten. Schnell war unser B&B gefunden und wir nutzten den Nachmittag noch zum Wäschewaschen und schauten uns dann noch in der Stadt um.


Ankunft in Reggio Calabria


09.04.2018 Ruhetag in Reggio Calabria

Nach dem Frühstück unternahmen wir einen gemütlichen Spaziergang entlang der Uferpromenade bis zum Hafen. Danach besichtigten wir noch verschiedene schöne Plätze und Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Vor 2500 Jahren war Reggio Calabria Teil des griechischen Imperiums. Lt. Marco Polo Reiseführer verkommt die Stadt heute in der Zange zwischen hoher Kriminalität und Arbeitslosigkeit. Im Gegensatz zu diese Aussage haben wir eine zumindest im Innenstadtbereich saubere und gepflegte Stadt mit sehr vielen gut gerichteten Gebäuden und Grünanlagen vorgefunden.


Fußgängerzone


Dom von Reggio Calabria


An der Uferpromenade


Vom Ufer aus führen die Straßen steil hinauf in die Stadt


Wunderschöne riesige Bäume stehen entlang der Uferpromenade


Castello Aragonese