Auf und Ab durch Apulien

18.04.2018 Gallipoli – Otranto 107,9 km und 758 Hm

Gegen 9 Uhr, bei schönstem Sonnenschein und 20 °C, fuhren wir aus der Altstadt von Gallipoli, das auf einer Felseninsel erbaut wurde und nur über einer Brücke mit der Neustadt verbunden ist, weiter. Zuerst ging es auf der Küstenstraße entlang weiter, doch immer öfter hatten wir mit Straßenbaustellen Probleme. Die Umleitungen waren wie immer wenig bis gar nicht beschildert und wir mussten große Umwege in Kauf nehmen. Einmal wurde es uns zu bunt und wir hoben unsere Räder über die Leitplanke der Autobahnabfahrt und konnten so wieder auf unser Route gelangen.


In einem Ort war die Straße wegen eines Wasserrohrbruches unter Wasser gesetzt.

Bis Marina di Leuca, dem südlichsten Punkt des Stiefelabsatzes war es meist flach und wir kamen flott vorwärts.


Leuca, der südlichste Punkt des Stiefelabsatzes

Aber ab dem Aufstieg zum Capo Santa di Leuca und danach sammelten wir viele Höhenmeter, da wir immer wieder bis hinunter ans Meer fahren mussten. Die Strecke war wunderschön und kaum befahren., obwohl es eine direkte Verbindung nach Otranto ist.


Capo Otranto, der östlichste Punkt Italiens

In Otranto hatten wir neben der Altstadt ein nettes B&B gebucht und konnten später in aller Ruhe durch die am östlichsten Punkt Italiens gelegene und mit einer mächtigen Stadtmauer umgebene Altstadt durchstreifen.


Eine wuchtige Stadtmauer umgibt den gesamten Altstadtbereich von Otranto


Kleine Karte zur Übersicht


19.04.2018 Otranto – Lecce 44,4 km und 184 Hm

In der Nacht hatte es geregnet und seither ist der Himmel klar. Bei schönstem Wetter und Temperaturen über 20°C fuhren wir auf der Halbinsel Salatina nach Lecce. Unzählige, uralte Olivenbäume säumten unsere Wege.

Einige alte Orte, die einst von Griechen und Albanern gegründet wurden, lagen auf unserer Route. In Lecce hatten wir ein B&B gebucht, mussten aber lange warten, bis wir die Wohnung beziehen konnten. Lecce ist eine sehr interessante und wohlhabende Barockstadt. Es gab viel zu sehen, denn die Altstadt ist wie ein Museum.


Lecce wird auch Florenz des Südens genannt


20.04.2018 Lecce – Brindisi – S.Vito dei Normanni 72,8 km und 265 Hm

Ein strahlend blauer Himmel mit angenehmen Temperaturen von 20°C bis 24°C erwartete uns heute. Leider trübten heftiger Gegenwind sowie schlechte Straßenverhältnisse unseren Tatendrang.


Knorrige Olivenbäume


Artischocken wurden zwischen Olivenbäumen angepflanzt


Artischocken

In Brindisi legten wir an der sehr schönen Hafenpromenade eine gemütliche Mittagsrast ein, beor wir die restlichen Kilometer bis zu unserem Etappenziel in Angriff nahmen.


Ab Brindisi kam uns der Wind seitlich von vorne entgegen, was uns das Vorwärtskommen etwas erleichterte.


21.04.2018 S.Vito dei Normanni – Monopoli 104 km und 1174 Hm

Wieder kündigte sich bei strahlendem Sonnenschein ein herrlicher Tag an. Heute standen mehrere interessante Orte auf unserem Plan. Zunächst ging es nach Carovigno mit einer schönen Altstadt auf dem höchsten Punkt.

Danach folgte Ostuni mit historischer Altstadt, die nur über steile Treppen und Gassen zu erreichen war.


Ostuni lag wie alle anderen Städte auch auf einem Hügel. So kamen auf der welligen Strecke durch Apulien viele Höhenmeter zusammen.

Martina Franca und Locorotondo reihten sich als nächste Städte mit einer ebenfalls historischen Altstadt in die Reihe dieser sehenswerten Orte ein.


Martina Franca


Locorotondo

Den Höhepunkt bildete Alberobello durch seine Trulli (Kegelbauten) bekannt und berühmt und UNESCO-Weltkulturerbe.


In Alberobello bestehen mehrere Stadtteile aus Trullis.

Eigentlich wollten wir hier unsere heutige Etappe beenden aber der riesige Touristenandrang hielt uns davon ab. So fuhren wir weiter von Stadt zu Stadt ohne ein Hotel zu finden und entschlossen uns daher, nach Monopoli hinunter zum Meer zu fahren. Dort fanden wir in der Altstadt ein schönes B&B und verbrachten noch einen vergnüglichen Abend.