Durchs Po-Delta nach Venedig

30.04.2018 Cesenatico – Ravenna – Lido di Spina 78,9 km und 115 Hm

Heute standen keine Berge als Hindernisse vor uns. Nur einige Brücken mussten überquert werden aber der Wind war nur zeitweise unser Freund.


Morgenstimmung vom Balkon unseres Hotels


Stadtfähre über den Kanal in Cesenatico


Cesenatico

Dieser kam heute, je nach Fahrtrichtung entweder heftig von vorne, von hinten oder von der Seite. Bis Ravenna ging es meist auf Radwegen.


Ravenna

Ravenna mit seinen 160.000 Einwohnern hat kulturell einiges zu bieten. Danach ging es zum Hafen und an einigen Seen und Kanälen entlang sowie an verschiedenen Badeorten und Campingplätzen vorbei. Laut Karte führt die Straße über eine schmale Landzunge zwischen Adria und einem großen See entlang. Leider war weder von der Adria noch vom See viel zu sehen, da es meist durch Pinienwälder ging.

In Lido di Spina konnten wir auf einem Campingplatz noch einen Wohnwagen zur Übernachtung ergattern, da hier außer wenigen sehr teuren Hotels alles ausgebucht war. Morgen ist auch hier Feiertag und viele Italiener nutzen den Brückentag für einen Kurzurlaub. An mehreren kilometerlangen Autoschlangen vor einem Freizeitpark konnten wir uns vorbeischlängeln.


Unser Bett im Wohnwagen


01.05.2018 Lido di Spina – Chioggia 120,2 km und 123 Hm

Nach einer ruhigen Nacht im Wohnwagen bereiteten wir uns unser Frühstück in einer komplett ausgestatteten Küche zu.


Bei bewölktem Himmel ging es dann weiter. Das Lagunenstädtchen Comacchio lag nur 10 km von unserer Route entfernt und war einen Abstecher wert.

Die Trepponti-Brücke aus dem 17. Jh. führt auf 5 Wegen über 4 sich kreuzende Kanalarme und ist ein geniales Bauwerk. Das Städtchen mit bunten Fischerhäuschen steht auf 13 Inseln.

Der Weiterweg führte uns an verschiedenen Stränden vorbei zum Po-Delta. Immer wieder mussten Kanäle über Brücken oder mit einer Fähre überquert werden. Die Dammradwege boten Einblicke in die Mündungslandschaft, die sich über 60 km hinzieht. Vogelgezwitscher und das Gequake der Frösche waren unsere ständigen Begleiter. Auf den Feldern wird hier Reis und Gemüse angebaut.


Schwimmende Brücke


Nach vielen Schleifen durch das weit verzweigte Delta erreichten wir die Inselstadt Chioggia über eine 800 m lange Brücke. Die Stadt wir wegen ihrer vielen Kanäle auch „Klein Venedig“ genannt.

Uns gefiel der Ort auf Anhieb und wir fühlten uns sehr wohl und verbrachten einen schönen Nachmittag mit einem gemütlichen Stadtbummel.


02.05.2018 Chioggia – Mestre 65,8 km und 93 Hm

Schon vor dem Frühstück machten wir einen Besuch auf dem Fischmarkt.


Venusmuscheln

Dann ging es zurück zum Hotel. Da die Straßen durch den nächtlich Regen noch nass waren, ließen wir uns hierfür reichlich Zeit, bevor wir uns um 9 Uhr auf unsere letzte Etappe machten.


Wieder einmal kein Durchkommen nach dem Regen

Zunächst ging es wieder an Kanälen entlang mit Straßenbelägen aller Art.


Wunderschöne Seenlandschaften

Die Sonne setzte sich im Laufe des Tages immer mehr durch und die Temperatur erhöhte sich bis auf 24°C. Um 14:30 Uhr erreichten wir unser Hotel in Mestre, ganz in der Nähe des Bahnhofs. Morgen wollen wir noch Venedig besuchen.


03.05.2018 Mestre – Venedig – Mestre

Heute stand noch der Besuch Venedigs auf dem Plan. Mit dem Bus fuhren wir vom Bahnhof in Mestre für 3,-- € pro Person für Hin- und Rückfahrt in das nahe Venedig. Gemütlich erkundeten wir die uns schon bekannte Lagunenstadt bei gutem Wetter und angenehmen Temperaturen.



Nachlese zu unserer Reise: Nach 2950 km und 17320 Hm erreichten wir unfallfrei unser Ziel. Wir erlebten sehr vielseitige Landschaften und Regionen mit wunderschönen Städten und vielen kulturellen Denkmälern. Wir begegneten vielen freundlichen Menschen die uns auch gerne mal weiterhalfen.
Leider machten uns die vielfach hundsmiserablen Straßen und Wege oft zu schaffen. Hier wird nur manchmal notdürftig repariert und dabei entsteht eine holprige und löchrige Fahrbahn. Auch an das Fahrverhalten konnten wir uns bis zuletzt nicht gewöhnen. Oft wurden wir nur mit wenigen Zentimeter Abstand überholt und das bei diesen Straßenverhältnissen. Dies zehrte zeitweise sehr an unseren Nerven. Daher sind wir froh, dass wir gesund und um einige Erfahrungen reicher, heil das Ziel erreicht haben.