Durch die Mitte von Kuba.

12.11.2018 Jaguey Grande nach Cienfuegos 96,1 km und 191 Hm

Unsere Casa-Besitzerin überraschte uns mit einem hervorragenden Frühstück. So gestärkt kehrten wir bei Sonnenaufgang zur Autobahn zurück und fuhren nach 30 km auf der Landstraße weiter. Meist ging es an Zuckerrohrfeldern vorbei.

Gebremst wurden wir heute durch immer heftiger werdenden Gegenwind. Kurz nach 13 Uhr fanden wir eine Casa in der Innenstadt von Cienfuegos.

Christoph Columbus entdeckte 1494 die Bucht von Jaguar und französische Siedler gründeten danach die Stadt. Cienfuegos mit seinen 172000 Ew. wird als die Perle des Südens bezeichnet. Die UNESCO erhob das historische Zentrum 2004 zum Welterbe. Auch uns hat die Stadt sehr gut gefallen.


13.11.2018 Cienfuegos – Trinidad 83,6 km und 666 Hm

Auf dem Weg zur Küste mussten zunächst 55 km und über 500 Hm erstrampelt werden. Beim Start am frühen Morgen zeigte das Thermometer schon 24°C und stieg bis 10 Uhr auf 32°C an. Unterwegs begegneten uns 2 Radlerpaare aus Polen und Kanada sowie eine große geführte Radlergruppe ohne Gepäck. Leider war auf der Küstenstrecke nur selten das Meer zu sehen.

Immer ging es entlang eines Gebirgskammes, der bis auf über 1100 m hinaufragte. Viele Trinkpausen am Wegesrand nutzten wir, um nicht zu überhitzen. Gegen 13:30 Uhr erreichten wir Trinidad (75000 Ew.) und suchten uns eine Casa in der Altstadt. Über grobes Pflaster ging es nur noch schiebend vorwärts.

Die unglaublich bunte Stadt Trinidad ist nahezu eine perfekt erhaltene Kolonialsiedlung im spanischen Stil aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts.

Den Abend genossen wir mit Pina Colada auf der Spanischen Treppe bei Live-Musik und karibischen Salsarhythmen.


14.11.2018 Trinidat – Sancti Spiritus 70,7 km und 778 Hm

Nur wenige Kilometer hinter Trinidad führte unsere Route durch das Valle de los Ingenios (Zuckermühlental) mit dem 43,5 m hohen Glockenturm, dem Wahrzeichen des Tales. Den Torre de Iznaga ließ der Zuckerbaron Pedro Iznaga errichten, um die Sklaven bei der Feldarbeit zu überwachen.


Seltsame Gefährte sind hier unterwegs

Weiter ging es durch eine sehr abwechslungsreiche und hügelige Landschaft.


Heute war der Himmel immer wieder stark bewölkt und einige Male fielen ein paar Tropfen.


Erst nach 50 km erreichten wir völlig ausgetrocknet ein Restaurant und konnten dort die nötige Flüssigkeit zuführen. Um 12 Uhr erreichten wir Sancti Spiritus (138000 Ew.) mit einer schönen und bunten Altstadt.

Diese besichtigten wir am Nachmittag bei angenehmeren Temperaturen. Unserer Casa-Besitzerin gaben wir den Auftrag, eine Bus- oder eine Collektivoverbindung nach Bayamo zu organisieren. Lange mussten wir auf eine Antwort warten, doch der Preis mit 320,-- CUC erschien uns total überzogen und wir lehnten das Angebot ab.


15.11.2018 Sancti Spiritus – Ciego de Avila 76,9 km und 261 Hm

Wie immer in den letzten Tagen starteten wir auch heute um 6:30 Uhr.


Frühnebel bei 22°C


Verkauf von Obst und Gemüse an der Straße

Es rollte ganz ordentlich und wir kamen gut vorwärts. Allerdings war das Verkehrsaufkommen auf der recht schmalen Straße deutlich höher als an all den vorherigen Tagen. Schon um 11:30 Uhr erreichten wir unser Ziel und bald war einen entsprechende Casa gefunden. Einige Casa-Besitzer versuchten uns abzuwerben. Den Rest des Tages verbrachten wir in der 158000 Ew. zählenden Stadt.


Fußgängerzone in Ciego de Avila. In den großen Städten gibt es im Zentrum eine Fußgängerzone, die recht gepflegt ist. Abseits davon sieht es eher rustikal aus.