Ruck zuck Im Osten angekommen

16.11.2018 Fahrt mit dem Bus von Ciego de Avila nach Bayamo

ca. 400 km mit dem Bus und 3,7 km mit dem Rad

Noch am Vorabend suchten wir den Busbahnhof von Viazul (Busgesellschaft), um die recht langweilige Strecke bis Bayamo überbrücken zu können. Mit einem Fahrradtaxi gelangten wir dorthin.


Fahrradtaxi ohne Gangschaltung

Nach einigem Warten vor dem entsprechenden Schalter kam schließlich ein Angestellter, der uns sagte, dass es möglich sei, mit dem Bus nach Bayamo zu fahren und auch die Räder würden mitgenommen. Der Preis betrage 17,-- CUC pro Person und 10,-- CUC pro Rad. Die Abfahrt sollte um 10:25 Uhr erfolgen und wir sollten ca. 1 Std. vorher da sein.


Schnell noch die Schuhe geputzt, bevor es zum Bus geht

Pünktlich vor Schalteröffnung trafen wir bei Viazul ein und bezahlten den Fahrpreis. Dann hieß es Warten. Der für 10:25 Uhr angekündigte Bus kam und kam nicht. Auf Nachfragen wurden wir immer wieder um eine halbe Stunde vertröstet bis er schließlich um 13 Uhr ankam.

Wir mussten die Vorderräder entfernen und zusammen mit unserem Gepäck wurde alles in den schon fast vollen Laderaum des Busses gestopft. Von anderen Reisenden erfuhren wir, dass der Bus durch einen Reifenschaden die ca. 3-stündige Verspätung hatte. Wegen der holprigen Straßen konnte der Bus nur selten schneller als mit 60 km pro Std. fahren. So dauerte es unendlich lange, bis wir nach 3 Haltestationen und 2 Stopps endlich bei Dunkelheit und Regen kurz nach 22 Uhr in Bayamo (235000 Ew.) eintrafen. Hier sprach uns gleich ein freundlicher Mann an, der uns Unterkunft in der Casa seines Bruders anbot. Er fuhr uns mit dem Rad bis dorthin und wir waren froh, so spät noch eine Bleibe gefunden zu haben.


17.11.2018 Ruhetag in Bayamo

Nach einer erholsamen Nacht wollten wir am Morgen in der Stadt frühstücken. Leider fanden wir kein Cafe und so tranken wir schließlich in einem Saftladen Mango-Milch-Shake und aßen süße Stückchen dazu. Da wir noch Getränke für heute und morgen benötigten, stellten wir uns wieder einmal geduldig in der langen Warteschlange vor den Läden an, bis wir Einlass fanden. Das Angebot, das den Einheimischen bleibt ist schon sehr bescheiden.

Ramon, unser Gastgeber in Bayamo, arbeitete 4 Jahre in Bitterfeld.


18.11.2018 Bayamo –Manzanillo 66,2 km und 83 Hm

Der frühe Start bei angenehmen Temperaturen erwies sich wieder einmal als ideal zum Radeln.

Auf nahezu ebener Strecke fuhren wir durch eine einsame und recht abwechslungsreiche Gegend. Kaum Verkehr, fast nur Ochsen- und Pferdegespanne waren unterwegs.


Das Schwein darf zum Eber und wird noch nicht geschlachtet.


Hinweistafel vor gefährlichen Kreuzungen

In Manzanillo kam uns bei der Suche nach einer Casa ein Einheimischer zu Hilfe. Er suchte mit uns einige Casas auf, die aber alle schon ausgebucht waren. Schließlich klappte es aber doch noch und wir kamen im Hostal Asturias, einem wirklich sehr schönen Haus, unter. So machten wir schon kurz vor 10:30 Uhr Schluss. Bis zur nächsten Unterkunft wären es noch weitere 88 km, die wir morgen in Angriff nehmen werden.