Cuba Oriente

24.11.2018 Santiago de Cuba – Guantanamo per Bus ca. 80 km und 6,4 km und 33 Hm per Rad

Gemütlich rollten wir am frühen Morgen aus der hügeligen Stadt hinunter zum Hafen und weiter zur Viazul-Busstation. Somit verließen wir die afro-karibischste aller kubanischen Städte, in der auch die Revolution ihren Anfang nahm. Fidel Castro fand hier seine letzte Ruhestätte.


Personentransporter


Räder und Gepäck sind im Bus verstaut

Mit dem Bus überbrückten wir die ca. 80 km und rund 700 Hm bis nach Guantanamo, da uns von dieser Strecke von anderen Radlern abgeraten wurde.

Hier erwartete uns die Casa-Betreiberin schon, da sie von Santiago aus bereits informiert worden war. Die östlichste Provinzhauptstadt mit 238000 Ew. beherbergt viele Nachfahren der Flüchtlinge aus Haiti.

Seit 1903 befindet sich hier ein US-Stützpunkt. Die Militärbasis wird seit 2002 als gesetzesfreie Haftanstalt genutzt. Einblicke sind nicht möglich.
Berühmt wurde Guantanamo auch durch das Lied „Guantanamera“.


25.11.2018 Guantanamo – Imias 84 km und 471 Hm

Auf meist ausgezeichnetem Belag rollte es auf Carretera Central über einige Hügelstrecken zum Meer. Wir waren auf der interessanten Straße fast alleine unterwegs.


Start um 6:20 Uhr bei 20°C

Durch Karstlandschaften und die unterschiedlichsten grünen Baum- und Straucharten sowie Kakteen und blühende Pflanzen führte die abwechslungsreiche Strecke.

Nur an wenigen kleinen Siedlungen kamen wir vorbei und wurden von den Kindern freundlich begrüßt.


Straßenverkäufer

In Imias, das wir schon um 11:30 Uhr erreichten, wurden wir bereits von Lianet, die über unser Kommen informiert war, erwartet. Hier wohnen wir zusammen mit ihrer Familie.


26.11.2018 Imias – Baracoa 68,6 km und 918 Hm

Mit einem mageren Frühstück und einem überhöhten Preis für Übernachtung und Frühstück machten wir uns auf den Weg weiter an der Küste entlang nach Cajobabo.

Hier erreichten wir den östl. Punkt unserer Cubareise. Nun bogen wir auf die sehr kurvenreiche Gebirgsstraße „La Farola“ mit Steigungen bis 12% ab. Meist ging es durch schattige und bewaldete Gegenden mit wunderschönen Aussichten auf die Bergwelt mit einigen kleinen Siedlungen. Bei der Auffahrt kam uns ein kanadischer Fernradler, der erste seit vielen Tagen, entgegen, mit dem wir uns kurz austauschten.

Nach der Passhöhe „Col de Alto Cotilla“ auf 549 m ging es wieder auf 335 m hinab und es folgte ein erneuter Anstieg auf knapp 500 m Höhe. So sammelten wir heute doch einige Höhenmeter.

Baracoa (82000 Ew.), die Stadt des Fischfangs, Kaffee- und Kakaoanbaus erreichten wir genau zur Mittagszeit. Hier fanden wir eine sehr schöne Casa und wurden gleich freundlich mit einem kühlen Fruchtsaft willkommen geheißen.


27.11.2018 Baracoa (Ruhetag) 14 km und 95 Hm

Der Tag begann auf der Terrasse unserer Casa mit einem ausgezeichneten und reichhaltigen Frühstück.

Später fuhren wir zur außerhalb der Stadt gelegenen Finka Duaba. Hier nahmen wir an einer Führung durch die Kakao und Früchteplantage teil. Ausführlich wurde uns die Verarbeitung der Kakaofrüchte demonstriert. Am Ende des Rundgangs servierte man uns eine Tasse Kakao mit Kokosmilch, der ausgezeichnet schmeckte.


Die Kakaofrüchte wachsen direkt am Stamm


Kakaofrucht


Geöffnete Kakaofrucht


Fermentierte Kakaobohnen

Auf dem Rückweg in die Stadt wollten wir noch Geld umtauschen und Getränke einkaufen, aber ein Stromausfall in der gesamten Stadt legte für Stunden alle Betriebe lahm.


Boulevard in Baracoa


Hoffentlich verbinden sie die richtigen Drähte wieder miteinander.