Auf dem Weg zum Mittelmeer

24.04.2019 Arona – Novara 47,8 km und 152 Hm

Auch die ganze Nacht regnete es weiter aber beim Start um 8:30 Uhr regnete es zum Glück nur noch leicht. Zunächst fuhren wir zum Hafen von Arona und verließen dann den Lago Maggiore.

Schade, dass wir den überwiegenden Teil am See entlang im Regen zurücklegen mussten, aber so ist es eben, wenn man längere Zeit unterwegs ist. Nicht immer nimmt das Wetter Rücksicht auf uns. Auf der zum Teil sehr verkehrsreichen Hauptstraße und auf Nebenstrecken ging es weiter nach Novara.


Regenpause in einer Bar

Auf diesem Streckenabschnitt setzte immer wieder der Regen ein und insgesamt 4 mal zogen wir die Regenklamotten wieder aus und an. In Novara (104000 Ew.) fuhren wir zunächst in die Altstadt und besichtigten einige Sehenswürdigkeiten.


Altstadtbesichtigung per Rad


Basilika San Gaudenzio

Auf den letzten Kilometern zu unserem Hotel ging plötzlich ein heftiger Regenschauer nieder, der alle Straßen unter Wasser setzte. Von oben wurden wir durch den Regen vollgeschüttet und die vorbeifahrenden Autos duschten uns von der Seite.

In einem prima Hotel, das etwas außerhalb des Zentrums liegt, kamen wir unter.

Dort beendeten wir unsere wetterbedingte Kurzetappe.


25.04.2019 Novara – Casale Monferrato 65,5 km und 101 Hm

Nach den 2 vorangegangenen Regentagen war es heute den ganzen Tag über stark bewölkt aber es blieb trocken. Die Strecke führte heute durch die Poebene, in der sich Europas größtes Reisanbaugebiet befindet.

Die gemütliche Route verlief im Zickzack durch Reisfelder und kleine Orte. Nach der Hälfte der Strecke erreichten wir Vercelli, eine Stadt mit 46.000 Ew., wo es einiges zu sehen gab. Wir besichtigten die interessante Altstadt mit der 800 Jahre alten Basilica sowie den Dom und die Piazza Cavour mit dem Engelsturm.


Basilica di Sant Andrea in Vercelli


Piazza Cavour mit dem Engelsturm

Danach ging es weiter nach Casale Monferrato (34.000 Ew.) wo wir erstmals auf dieser Reise den Po überquerten.

Hier wurde auch das Wetter besser und wenn die Sonne durch die Wolken schaute stieg auch das Thermometer auf 20°C an. Auch hier befindet sich eine nette Altstadt mit schönen Gebäuden.


In der Altstadt von Casale Monferrato


26.04.2019 Casale Monferrato – Turin 78,5 km und 563 Hm

Beim Start unserer heutigen Etappe war es stark bewölkt und nach exakt einem Kilometer begann es zu regnen. Also Regenklamotten anziehen. Einige Kilometer später hörte der Regen auf und die Regensachen wurden wieder in den Taschen verstaut. Wir entschieden uns für die links des Pos verlaufende Strecke.

Diese war zwar hügeliger, dafür aber auch abwechslungsreicher als die Strecke an den Reisfeldern und Wasserkanälen auf der rechte Po Seite.

Zwischenzeitlich traute sich auch die Sonne immer öfter durch die Wolken und es wurde auch bis zu 20°C warm. Wir passierten mehrere kleine Orte, die sich immer auf einem Berg befanden. Immer wieder boten sich schöne Blicke auf die Po Ebene und die noch tief verschneiten Berge des Wallis und des Paradiso. Danach ging es zurück in die Po Ebene, wo wir den Po erneut überquerten.

Auf Nebenstrecken erreichten wir nach 70 km Turin (1,7 Mio. Ew.) und nach weiteren 8,5 km gelangten wir zum zuvor gebuchten Hotel.


Immer wieder ging es auf Radwegen in die Stadt

Am späten Nachmittag machten wir uns noch zu einer ersten Runde ins Zentrum von Turin auf und legten dabei noch 11,5 km zu Fuß zurück. Hier werden wir morgen einen Ruhe- und Besichtigungstag einlegen.


27.04.2019 Besichtigung von Turin

Ein sonniger Tag mit nahezu wolkenlosem Himmel erwartete uns heute. Wir machten es uns ganz gemütlich und fuhren zunächst mit der Straßenbahn bis zur Altstadt.

Die gesamte Altstadt bietet mit ihren herrlichen Plätzen unzählige Fotomotive.

Über 2 Stunden standen wir in der Warteschlange vor der Mole Antonelliana, um mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform zu gelangen.


Mole Antonelliana

Wir genossen die herrliche Aussicht auf die Stadt und die dahinter befindlichen Schneegipfel.


28.04.2019 Turin – Cuneo 104,2 km und 440 Hm

Heute durchfuhren wir eine traumhaft schöne Landschaft mit fantastischer Sicht auf die verschneiten Südalpen. Wir starteten bereits um 7:45 Uhr und hatten daher nur sehr wenig Verkehr, da die Italiener am Sonntag nicht so früh unterwegs sind. Schon die 11 km lange Fahrt hinaus aus Turin machte Laune, da Turin sehr radfreundlich ist.

Ein neu angelegter Bahntrassenweg mit perfektem Belag führte uns durch Obstplantagen, in denen Äpfel, Birnen, Kirschen, Kiwi und Aprikosen angebaut wurden.

Beeindruckend war den ganzen Tag über die Aussicht auf die tief verschneiten Gipfel und wir legten immer wieder Fotostopps ein.


Der Monviso 3841 m hoch begleitete uns den ganzen Tag über

Bei 18°C und herrlichem Sonnenschein kamen wir flott vorwärts und erreichten um 14:30 Uhr Cuneo (56.000 Ew.).


Im, von Bergen umgebenen Cuneo, herrschte reges Markttreiben.


Die Stadt gefiel uns außerordentlich gut.