Stürmische Tage in Umbrien

10.05.2019 Rom – Rieti 86,8 km und 865 Hm

Überwiegend auf Pflasterstraßen ging es ca. 5 km durch Rom bis hinunter zum Tiber.

Ab hier benutzten wir den Radweg, der auf dem Damm des Tibers entlang ging.

Dann wurde es hektisch. Auf einer engen und extrem verkehrsreichen Strecke ging es ohne Seitenstreifen die nächsten 10 km weiter. Danach wurde es nach einer Autobahnauffahrt deutlich entspannter. Auf breiter und nur mäßig befahrener Strecke mit meist breitem Seitenstreifen ging es nun hinauf auf 400 m Höhe.

Danach ging es wieder auf 280 m hinunter um anschließend wieder auf 592 m anzusteigen. Die jeweiligen Anstiege waren zwar lang, aber gut zu bewältigen, da sie nie mehr als 5 % Steigung aufwiesen. So ging es bei leichter Bewölkung und zeitweiligem Sonnenschein durch eine wunderschöne hüglige Berglandschaft.

Die Abfahrten war genau so angenehm und so rollten wir gemütlich unserem Ziel Rieti (47.000 Ew.) auf 400 m Höhe entgegen. Schon um 13:15 Uhr erreichten wir unser Hotel und schauten uns am Nachmittag in der Stadt, die nicht viel zu bieten hat, um.


Rieti


Die Altstadt ist teilweise von einer Stadtmauer umgeben.


11.05.2019 Rieti – Ferentillo 60,2 km und 497 Hm

Auf landschaftlich schöner Strecke fuhren wir immer an einer bewaldeten Hügelkette entlang Richtung Terni.


Morgennebel im Tal

Über einige Serpentinen ging es zur 300 m tiefer gelegenen Thermalstadt Terni mit 111.000 Ew. Dort tranken wir einen Cappuccino und machten uns dann auf die Weiterfahrt.

Auf einem steilen Sträßchen mit Steigungen zwischen 10% bis 16 % quälten wir uns teils fahrend, teils schiebend wieder bis auf eine Höhe von 400 m zu einem netten kleinen Ort.


Hier reifen schon Feigen und auch Kirschen


Zu diesem Ort ging es steil bergauf

Danach führte wieder, fast ebenso steil, erneut eine Serpentinenstrecke hinunter ins Tal. 10 km später erreichten wir um 13 Uhr unser Tagesziel Ferentillo.

In einem Agriturismo machten wir dort Quartier. Am Nachmittag schauten wir uns noch das Mumienmuseum an und machten noch einen Spaziergang zu einigen Kletterfelsen+


12.05.2019 Ferentillo – Assisi 67,7 km und 558 Hm

Beim Blick vor unsere Unterkunft stellten wir fest, dass es wieder einmal regnete. Nach dem Frühstück hörte der Regen jedoch auf und wir konnten um 7:45 Uhr unsere heutige Tour bei 10°C beginnen. Zunächst ging es durch ein wunderschönes enges Tal mit einigen urigen Orten und fast ohne Verkehr.

Nach 17 km bogen wir auf eine Hauptstraße ab, die durch einen 4030 m langen Tunnel führte. Nun ging es durch ein breites und flaches Tal nach Foligno (57.000 Ew.) mit einer interessanten Innenstadt.

Schon wenige km später gelangten wir nach Spello, einem kleinen, aber sehr sehenswerten Ort.


Spello

Bei der Weiterfahrt nach Assisi trübte es immer mehr ein und wir bekamen ein paar Tropfen ab. Um 13 Uhr erreichten wir unser Hotel am Stadtrand von Assisi (28.000 Ew.). Mittags machten wir uns auf, die interessante und sehenswerte Pilgerstadt, die sich zwischen 280 m und 500 m am Hang liegt, zu besuchen.


Basilika San Francesco, Weltkulturerbe

Von hier führt eine Pilgerroute nach Rom.


13.05.2019 Assisi – Perugia 21,3 km und 315 Hm

Heute stand nur eine Kurzetappe an, da wir ausreichend Zeit zur Besichtigung der Provinzhauptstadt Perugia mit seinen 166.000 Ew. haben wollten. Dunkle Wolken und Regen warteten wir zunächst noch am Hotel ab. Vorsichtshalber zogen wir gleich die komplette Regenmontur an, was aber nicht nötig gewesen wäre. Der stürmische Wind blies eine Wolkenfront nach der anderen über das zunächst ebene Land.

Erst auf den letzten 5 km ging es rund 300 m hinauf nach Perugia. Schnell war das Hotel gefunden und wir machten uns zur Besichtigung der Stadt, die schon von den Etruskern besiedelt wurde, auf. Der interessante und sehenswerte Altstadtbereich ist ganz oben angesiedelt. Viele enge Gassen mit Treppen und Portalen schmücken die mittelalterliche Stadt. Leider fegte ein kalter Wind durch die Gassen und über die Plätze, was sehr unangenehm war. Zum Glück blieb es aber die ganze Zeit über trocken.


Ausblick von der Hotelterrasse


Palazzo dei Priori mit Fontana Maggiore