Main-Kinzig-Lahn-Rhein-Main-Neckar

Radtour vom 18.7.2020 bis 24.7.2020   709 km und 3454 Hm

 

Von Wertheim/Main über die Flüsse Kinzig - Lahn – Rhein – Main – bis nach Heidelberg/Neckar

 

18.07.2020  Wertheim – Aschaffenburg 80,1 km und 220 Hm.

Mit der Bahn fuhren wir nach Wertheim, danach radelten wir am Main über Miltenberg nach Aschaffenburg


Freudenberg


Miltenberg


Main Radweg

 

19.07.2020 Aschaffenburg – Fulda  109,3 km und 861 Hm.


Schloß Johannesburg, Aschaffenburg


Gelnhausen


Kinzigtalsperre


Steinau, Gebrüder Grimm Haus

Über Alzenau, Bad Soden und der Kinzigtalsperre fuhren wir nach Schlüchtern. Danach ging es am Flüsschen Fulda entlang nach Fulda, mit sehenswerter Altstadt.



Dom von Fulda und Stadtschloß

 

20.07.2020  Fulda – Marburg  104,6 km und 817 Hm.                                

Von Fulda fuhren wir nach Lauterbach und besuchten dann den schönen Ort Alsfeld.


Auf dem Weg nach Lauterbach


Lauterbach


Alsfeld

Nach Cölbe gelangten wir dann zum Lahntal-Radweg und fuhren weiter in die Stadt Marburg mit historischer Altstadt und vielen Fachwerkhäusern.



Marburg

 
21.07.2020   Marburg – Limburg  123,1 km und 492 Hm.

Über gut ausgeschilderte Radwege ging es an der Lahn entlang nach Gießen und danach fuhren wir dann weiter zur sehenswerten Altstadt nach Wetzlar.



Lahnradweg von Gießen nach Wetzlar


Bald darauf ging es nach Weilburg mit einem schönen historischen Zentrum.



Weilburg


Lahnradweg Richtung Limburg


Burg Runkel


Dietkirchen

Limburg mit dem weithin sichtbaren Limburger Dom, die Altstadt hat sehr schöne Fachwerkhäuser.



Limburg

 

22.07.2020   Limburg – Lahnstein – Bacharach 109,6 km und 415 Hm

Auf wunderschön idyllischer Strecke kamen wir zuerst nach Diez, einer reizenden Kleinstadt danach ging es auf schmalem Wanderweg am Steilufer der Lahn bei Balduinstein weiter, bevor es mit 16% Steigung hinauf zum Kloster Arnstein ging.





Schmale Radwege, teilweise nur bei Trockenheit passierbar


Kloster Arnstein


Nassau

Über Nassau gelangten wir wieder hinunter nach Bad Ems, mit prachtvollen Hotelbauten und Villen aus dem 19.Jh.



Bad Ems

Bald darauf erreichten wir Lahnstein, hier mündet die Lahn in den Rhein.


Burg Lahneck


Mündung von Lahn in den Rhein mit Schoß Stolzenfeld

Nun ging es auf dem Rhein-Radweg weiter und mit einer Fähre überquerten wir den Fluss nach Boppard.


Rhein - Radweg bei Marksburg


Fähre nach Boppard

Die wunderschöne Strecke am Rheinufer mit den vielen Burgen und Schlössern ist immer wieder sehenswert.

In Bacharach suchten wir ein Gästehaus und hatten genügend Zeit den schönen Ort anzusehen.



Bacharach

 

23.07.2020   Bacharach – Wiesbaden – Darmstadt  117,7 km und 446 Hm

Auf dem Radweg sahen wir bald auf der anderen Rheinseite die sagenumwobene Lorelei, und den Weinort Rüdesheim bevor wir nach Bingen gelangten.


Loreley

Ab dort ist die Route wenig sehenswert.



Zwischen Bingen und Wiesbaden


Schierensteiner Brücke über den Main nach Wiesbaden

In Wiesbaden verließen wir den Rhein und fuhren Richtung Frankfurt weiter.



Wiesbaden

Wir erreichten wieder den Main, doch die geplante Fähre war wegen Corona nicht in Betrieb. So suchten wir uns eine Brücke, die auch mit dem Rad befahren werden konnte, das waren dann 10 km Umweg für uns. Unser Weiterweg führte uns am Frankfurter Flughafen vorbei, wo nur 3 Flugzeuge landeten, davon 2 Cargo-Flugzeuge.


Kein Betrieb am Frankfurter Flughafen

Unklare Wegfindung und viele Ampeln weiter erreichten wir Darmstadt, eine Stadt ohne Flair.


Darmstadt

 

24.07.2020   Darmstadt – Heidelberg   64,2 km und 204 Hm

Bei bedecktem Himmel starteten wir nach Bensheim und Heppenheim. Nach Weinheim und fuhren wir dann am Rand des Odenwaldes auf der Weinroute nach Heidelberg.




Auf dem Weg nach Heidelberg

Der Bahnhof war bald erreicht und so ging es per Bahn über Stuttgart nach Laupheim-West.

Salzkammergut

Salzkammergut-Radrunde vom 18.09. bis 23.09.2019
359 km und 4104 Höhenmeter

Mit unseren Rädern machten wir diesen Herbst eine Runde zu 15 Seen in der Nähe von Salzburg.  

 

18.09.2019   Salzburg 5,2km + 17 Hm

Mit der Bahn fuhren wir über München nach Salzburg. Dort besuchten wir noch Schloss Mirabell und durch die Altstadt ging es weiter zu unserer Unterkunft.
Danach besichtigten wir zu Fuß die interessante und sehenswerte Altstadt und wanderten hinauf zur Burg Hohensalzburg.


Geburtshaus von Mozart


Die bekannte Getreidegasse


Der Dom von Salzburg



Schloss Mirabell


Weithin sichtbar: Die Burg Hohensalzburg

 

19.09.2019   Salzburg – Hallstatt  84,2 km und 854 Hm

Nach einem guten Frühstück in unserer Unterkunft machten wir uns auf den Weg durch die noch ruhige Stadt. Auf Radspuren und Radwegen gelangten wir dann problemlos bei 7°C   aus der Mozartstadt hinaus und machten uns auf den Weg zum Fuschlsee.


Bei idealen Wetterbedingungen machte das Radeln viel Spaß


Beim schön gelegenen Schloss Fuschl machten wir einen Fotostopp, bevor wir am See entlang nach Pöllach und weiter nach St.Gilgen am Wolfgangsee fuhren


Am Fuschlsee


St Gilgen am Wörtersee mit Bergpanorama


St Gilgen am Wolfgangsee mit netter Kuranlage

Auf Radwegen fuhren wir am Wolfgangsee entlang bis nach Gschwand und nahmen die Personen- und Radfähre hinüber nach St. Wolfgang.


Nach St. Wolfgang müssen wir über den See


Personen- und Radfähre über den Wolfgangsee

Dort schoben dann unsere Räder durch die belebte Fußgängerzone am bekannten Hotel „Weißes Rössel“ vorbei.


Das bekannte Hotel“ Weißes Rössl“, Ausflugsziel vieler Urlauber


Danach ging es weiter an der Seepromenade entlang hinaus aus dem Ort.


Auf Radwegen führte uns unsere Route an Schwarzenbach und Wirling vorbei nach Bad Ischl. 


Schmaler Radweg an der Ischl entlang nach Bad Isch


Bad Ischl 

Durch das schöne Kurgelände gelangten wir wieder auf ruhigem Radweg nach Bad Goisern und danach auf der Landstraße weiter zum Hallstätter See.


Interessante Holzgebäude neben unserem Radweg


Der Hallstätter See

Einige Zeit befuhren wir dann die Hauptstraße und unmittelbar vor Hallstatt gelangten wir wieder auf einen Radweg, auf dem wir den Ort erreichten. 


Erster Blick auf den kleinen, am steilen Hang gebauten und 780 Einwohner zählenden Ort Hallstatt.

Dort gab es einen riesigen Rummel durch meist asiatische Besucher.  Hier ging es nur noch schiebend durch die Menschenmassen weiter. Hallstatt ist berühmt wegen des ältesten Salzbergwerks der Welt. Alljährlich besuchen mehr als 1 Million Tagesgäste die Weltkulturerbestätte.
Unsere vor gebuchte Unterkunft, die etwas außerhalb lag, war schnell gefunden. So konnten wir später, nachdem die meisten Besucher weitergefahren waren, den Ort gemütlich durchstreifen.




Da im Zentrum von Hallstatt überwiegend malerische Holzhäuser stehen ist der Ort bei überwiegend asiatischen Touristen sehr beliebtet. 
Übrigens: In China wurde dieser Ort 1:1 nachgebaut!  

 

20.09.2019   Hallstatt - Lauffen bei Bad Goisern  89,8 km und 1486 Hm


Rückblick auf Hallstatt bei unserer Weiterfahrt am frühen Morgen.

Nach dem Frühstück in einem Café machten wir uns bei frischen 4°C auf den Weiterweg am Hallstätter See entlang nach Obertraum.



Auf wenig befahrener Straße ging es hinauf zum Koppenpass auf 690m, der mit bis zu 23 % Steigung uns einiges abverlangte und Schiebeeinlagen erforderte. 

Danach führte die Straße steil hinunter nach Bad Aussee, das wir aber nur kurz streiften. 


Auf geschotterten und landwirtschaftlich genutzten Sträßchen mit kleinen Siedlungen gelangten wir nach Bad Mitterndorf/Steiermark. Hier legten wir eine Rast ein, da es danach lange Zeit keine Einkehrmöglichkeit gibt. 


Bad Mitterndorf, ein kleines, ruhiges Städtchen 


Unser Weiterweg führte uns auf Teersträßchen an der Salza, einem kleinen Bächlein entlang, zum Kochalmbauer.

Ab dort führte ein einsamer Schotterweg in vielen Schleifen hinauf zu einem Sattel auf 1207m. Der Übergang ist für den KFZ-Verkehr gesperrt! Die steile Abfahrt verlangte Aufmerksamkeit, denn meist auf grobem und losem Schotter konnte nur im Schritttempo wieder hinunter zum schön gelegenen Grundlsee gefahren werden.


Erster Blick auf den Grundlsee

Einen Abstecher zum nahen Toplitzsee, eingerahmt von hohen Bergen, ließen wir uns nicht entgehen.


Der idyllischer Toplitzsee wird auch mit einem Ausflugsboot befahren.  


Der Weg zurück zum Grundlsee ging an hohen und steilen Felsen vorbei. 


Promenade am Grundlsee. -Hinter diesem Bergrücken liegt Bad Mitternsee. 


Auf sehr schönem Sträßchen ging es am malerischen Grundlsee See entlang. 


Danach fuhren wir im Auf und Ab durch Feld und Wald und an kleinen Siedlungen vorbei und gelangten so hinunter nach Bad Aussee.


Dann ging es wieder auf schmalen Sträßchen hinauf nach Altau und weiter zum Altauseer See. 


Landschaftlich sehr schöne und ruhige Strecke


Der Altauseer See liegt sehr idyllisch. Wanderwege führen am See entlang.   

Nach einer Rast radelten wir über Nebensträßchen, die uns mit vielen Steigungen und Abfahrten nahe der Hauptstraße entlangführten. Leider kamen wir durch die vielen Schleifen nur mühsam weiter. So beschlossen wir, bei der Abfahrt hinunter nach Bad Goisern die Hauptstraße zu befahren. (Bei der Abfahrt sind wir kein Hindernis auf der Hauptstraße.)


In Lauffen bei Bad Goisern bekamen wir dann in einem Gasthof Quartier. Bei einem hervorragenden Abendessen im nahen Gasthof beendeten wir den anstrengenden Tag.

 
21.09.2019   Lauffen über den Traunsee und Attersee bis Mondsee am Mondsee  93,7 km und 802 Hm

Bei wieder kühlen 6 °C fuhren wir nach einem reichhaltigen Frühstück über die uns schon bekannte Strecke nach Bad Ischl.


Fahrt durch herbstlich bunte Wege


In Bad Ischl bogen wir Richtung Traunsee ab.

An der Traun führte ein ruhiger Radweg zum wunderschön gelegenen Traunsee.  


Mal auf einem Radweg neben der Hauptstraße, oder direkt am Traunsee entlang, gelangten wir nach Gmunden. 


Wunderschöne Gegend


Unterwegs der Blick auf das Seeschloss Ort, das malerisch und sehenswert im Traunsee liegt.


In Gmunden verließen wir den See. 

Auf einsamen Nebensträßchen ging es an einzelnen Höfen und Viehweiden entlang über einen Höhenrücken und danach nach Schörfing zum Attersee wieder hinunter. 


Hügelige Voralpen


Schöne ländliche Gegend


Schörfing am Attersee

Unsere geplante Route auf der Westseite des Attersees war wegen eines Radrennens für den Verkehr gesperrt, aber wir durften erstmal noch passieren. Anfangs genossen wir es, ohne Verkehr auf der schönen Strecke zu fahren. Leider wurden wir dann im Ort Attersee umgeleitet und wir mussten über eine bergige Ausweichstrecke, die uns zusätzlich etwa 200 Hm einbrachte, weiterfahren. 


Langsam kamen wir höher und hatten einen schönen Blick hinunter auf den Attersee. 


Die schönen Ausblicke hinunter zum Attersee entschädigte für die Mühen. Sehr steil führte die Strecke hinauf nach Kronberg im Attergau und danach hinunter über Straß Richtung Mondsee.


Traktorausflug

Eine lange Abfahrt führte gemütlich wieder hinunter zum Mondsee und im Ort Mondsee fanden wir bald unsere gebuchte Pension. Die kleine Stadt hat viele schöne Ecken mit bunten, gepflegten Gebäuden. 

 


22.09.2019   Mondsee -  Seeham am Obertruner See  63,9 km und 772 Hm

Bei warmen 14°C begannen wir auf dem Irrsee-Radweg den Tag. Schon bald verschleierte sich an diesem Tag der Himmel. 


Der Weg führte an vielen stattlichen Höfen vorbei und wir konnten die hügelige Voralpenlandschaft mit idyllischen Blicken auf den Irrsee genießen. 


Über eine schöne und ruhige Straße ging es über einen weiteren Höhenrücken. Nach Straßwalchen rollten wir wieder hinunter zum Wallersee.

Am Wallersee bogen wir zur Südseite des Sees und befuhren einen Schotterweg mit vielen steilen Auf- und Abfahrten, der uns einige Mühe kostete. Leider hatten wir dabei nur wenig Sicht auf den See. Ab Seekirchen ging es zur Nordseite des Wallersees bis wir den See nach dem Ort Wenig verließen und nach Schleedorf abbogen. Über einen weiteren Höhenrücken fuhren wir wieder hinunter zum Mattsee.


Verschleierter Blick zum Watzmann

Bald darauf erreichten wir Mattsee, das idyllisch am gleichnamigen See liegt. 

 

Der Ort Mattsee am Mattsee liegt wunderschön und wird von vielen Touristen besucht. Schade, dass keine Sonne schien und der hübsche Ort nicht so zur Geltung kam. Wir drehten eine Runde durch den interessanten Ort und fuhren danach auf der Verbindungsstraße zwischen Mattsee und Obertruner See weiter zum Grabensee. 


Grabensee


Obertruner See

Die 3 Seen liegen nahe beieinander. Über Eisenmühle erreichten wir unser gebuchtes Gasthaus in Seeham am Obertruner See

 

23.09.2019     Seeham bis Salzburg   22,2 km und 173 Hm

Bei stark bewölktem Himmel und wieder 14 °C machten wir uns auf und hofften, dass wir noch trocken bis nach Salzburg gelangen. Auf hügeliger Strecke hatten wir leider keine gute Sicht auf die wolkenverhangenen Berge. 


Bange Frage am Morgen: Hält das Wetter


Das Wetter wurde zusehens schlechter.


Über einsame Wege kamen wir unserem Ziel Salzburg näher. 

Am letzten See auf unserer Seenrunde kamen wir noch am Ragginger See vorbei, bevor es über Feld- und Waldwege weiter hinunter zur Salzach ging.


Bei leichtem Regen erreichten wir Salzburg. Bald darauf trafen wir dann auf dem Bahnhof der Mozartstadt ein. 


DB-Automat im Bahnhof von Salzburg  

Problemlos gelangten wir mit der Bahn wieder zurück nach Ulm und mit unseren Fahrrädern ging es bei teils leichtem Regen heim.
Die Wettervoraussagen hatten noch für eine ganze Woche schönes Wetter vorausgesagt, was dann leider nicht stimmte. Wir wollten eigentlich noch ein paar Tage daran hängen und eine Runde um den Königsee, Berchtesgaden und Rupolding drehen.

Bayrische Seenrunde

Bayerische Seenrunde vom 22.7. bis 27.7.2019 569,3 km und 4209 Hm


22.07.2019 Laupheim über Landsberg/Lech nach Hohenwart 118,4 und 684 Hm

Bei 16°C starteten wir um 7 Uhr bei angenehmen Temperaturen in Richtung Bayern. Bald hatten wir die Iller überquert und folgten nun unserer Route über das Allgäuer Hügelland.


Buchloe

Weiter ging es über Klosterbeuren, Türkheim und Buchloe nach Landsberg/Lech.


Landsberg am Lech

Hier legten wir eine gemütliche Rast in der schönen Stadt ein, bevor wir noch einige Kilometer weiter nach Hohenwart am Lech-Radweg fuhren und dort im Boarding House/Hotel ein Zimmer bekamen. Das Thermometer kletterte auf über 30 °C bei leichter Bewölkung.


So lässt es sich bei der Hitze gut aushalten


23.07.2019 Hohenwart – Ammersee - Starnberger See - Bad Tölz 86,1 km und 740 Hm

Schon um 7 Uhr gab es Frühstück und wir konnten bei noch angenehmen 18°C unsere Reise fortsetzen. Eine Hochfläche zwischen Lech und Ammer wurde überquert und vorbei am schön gelegenen Oberhauser Weiher ging es hinunter nach Dießen am Ammersee.


Oberhauser Weiher


Unterwegs zum Ammersee


Am Ammersee


Die Weiterfahrt über Raisting führte nach Bernried am Starnberger See. Nach einem Eiskaffee fuhren wir am See entlang bis nach Seeshaupt. Danach kamen wir am großen Ostersee vorbei auf dem Weg nach Penzberg.


Großer Ostersee

Von Bichl führte unsere Route über einen Höhenrücken hinauf zum Stallauer Weiher und danach wieder hinunter nach Bad Tölz am Isar-Radweg.


Stallauer Weiher mit Campingplatz

Hier hatten wir ein Zimmer gebucht, so dass wir genügend Zeit hatten, die interessante Stadt mit vielen bemalten Gebäuden zu besichtigen.


Die großen bemalten Dachvorsprünge schmücken die Altstadt

Doch bei mehr als 30°C machte der Rundgang durch die Altstadt nicht so viel Spaß. Es waren nur schattige Plätzchen und Biergärten gefragt.


24.07.2019 Bad Tölz -Tegernsee – Sylvenstein-Stausee – Klais 84 km und 774 Hm

Zuerst mussten wir unsere Reise über eine Hügelstrecke wegen Straßensperren auf viel befahrener Straße fortsetzen. Ab Waaskirchen konnten wir dann auf Radwegen hinunter nach Gmund am Tegernsee fahren.


Tegernsee

Am See entlang führen Radwege aber der See ist wegen Bebauung oft nicht zu sehen. Ab Rottach-Egern ging es weiter nach Kreuth und dann auf der Achenpaß-Straße hinauf zum 941m hohen Paß.


Wir wechseln die Flußseite


Achenpass-Radweg

Flott kamen wir hinunter zur Grenze nach Tirol, das wir kurze Zeit später wieder Richtung Sylvenstein-Stausee verließen. Der Stausee liegt wunderschön zwischen Bergen eingebettet.


Sylvenstein-Stausee

Wir erreichten Hinterriss und von dort ging es auf dem Mautsträßchen (für Radler kostenfrei) nach Wallgau mit einigen schweißtreibenden Anstiegen bei wieder über 32°C.


Bei Hinterriss

Über Krün fuhren wir weiter nach Klais, hier hatten wir eine Übernachtung im Sonnenhof gebucht.


Blick von unserem Hotelzimmer auf Karwendel


25.07.2019 Klais – Mittenwald – Walchensee – Kochelsee – Oberammergau 89,6 km und 703 Hm

Bei noch kühlen Temperaturen fuhren wir noch einen Umweg von 7 km über den Schmalensee nach Mittenwald.


Der Schmalensee


Mittenwald

Nach Besichtigung des Geigenbauer-Orters ging es zurück nach Wallgau und weiter zum wunderschönen Walchensee.


An der Loisach nach


Wettersteingebirge


Wallgau


Walchensee


Der schöne Walchensee

Auf der rechten See Seite radelten wir Richtung Jachenau und bogen dann auf einem Schotterweg nach Urfeld am Ende des Sees. Ab dort führten einige Serpentinen im Auf und Ab über die Kesselbergstraße zum Kochelsee.


Kochelsee


Loisach mit Kochelsee


An der Loisach entlang nach Oberau

Hier bogen wir zum Bodensee-Königsee-Radweg ab, der über Schlehendorf und Ohlstadt nach Oberau führte und bei brütender Hitze (wir haben 33,6°C im Schatten und bis 45,2°C in der Sonne gemessen) strampelten wir hinauf zum Ettaler Sattel auf 869 m.


Es war gut, dass sich die Auffahrt oft durch schattigen Wald führte, so waren die heißen Temperaturen erträglicher


Kloster Ettal

Weiter ging es nach Ettal mit einem kurzen Fotostopp und bald darauf erreichten wir Oberammergau. Hier hatten wir ein Zimmer in einer Pension bekommen.


Schön bemalte Häuser in Oberammergau


Rotkäppchenhaus in Oberammergau


26.09.2019 Oberammergau- Plansee – Reutte – Forggensee – Kaufbeuren 100,4 km und 561 Hm

Bei zuerst noch wolkenlosem Himmel fuhren wir zum Schloss Linderhof.


Graswang an der Ammertalstraße

Beim Schloß Linderhof machten wir einen Fotostopp, bei dem noch fast keine Besucher anwesend waren.

Der Verkehr hielt sich am Morgen noch sehr in Grenzen und bald erreichten wir die Landesgrenze nach Tirol. Die Ammerwaldstrasse hatte noch einige Höhenmeter für uns, bevor es hinunter zum schön gelegenen Plansee ging.


Plansee

Dunkle Wolken begleiteten uns auf dem Weg nach Reutte/Tirol. Über Pflach erreichten wir Füssen.


Lechfall bei Füssen

Großer Touristenrummel ließ uns bald wieder weiterfahren. Die Route führte mit einigen Steigungen am Forggensee entlang.


Der Forggensee mit Säuling

Am Ende des Sees erreichten wir Roßhaupten und bogen dort zum Dampflok-Radweg ab, den wir auf gemütlichen Steigungen über Marktoberdorf bis nach Kaufbeuren fuhren.


Auf dem Dampflok-Radweg

Trotz Bewölkung kletterte das Thermometer auf schwüle 33°C an und wir mussten wieder viele Trinkpausen einlegen.


Kaufbeuren


27.09.2019 Kaufbeuren – Ottobeuren – Memmingen – Laupheim 90,8 km und 747 Hm

Schon um 7 Uhr starteten wir bei stark bewölktem Himmel und 18 °C in Richtung Heimat. Viele steile bis 13% ige Steigungen und ebenso steile und kurvenreiche Abfahrten prägen das Allgäuer Hügelland.

Zwischen jedem Flüsschen geht es steil hinauf und wieder hinab. Wertach, Kamlach, Günz bis zur Iller sowie kleine Zuflüsse auf Allgäuer Seite müssen überquert werden.


Ottobeuren mit Klosterkirche


Memmingen mit Samstagsmarkt


Von Memmingen nach Buxheim


Es geht über die Iller ins Ländle

Von Markt Rettenbach über Ottobeuren bis Memmingen waren die Steigungen gemütlicher und wir erreichten bald darauf wieder unser Ländle. Auf uns bekannten Wegen erreichten wir im Nieselregen gegen 13:30 Uhr Laupheim.


Gleich sind wir wieder daheim

Mit diesen hohen Temperaturen in dieser Woche haben wir nicht gerechnet. Die Vorhersagen blieben bei höchstens 28 °C.

Günstige, bezahlbare Unterkünfte waren oft nicht mehr frei und wir mussten umplanen. Eine Zeltübernachtung bei diesen hohen Temperaturen wäre sicher wenig erholsam gewesen.

 

Salzkammergut

Salzkammergut-Radrunde vom 18.09. bis 23.09.2019
359 km und 4104 Höhenmeter

Mit unseren Rädern machten wir diesen Herbst eine Runde zu 15 Seen in der Nähe von Salzburg.  


18.09.2019   Salzburg 5,2km + 17 Hm

Mit der Bahn fuhren wir über München nach Salzburg. Dort besuchten wir noch Schloss Mirabell und durch die Altstadt ging es weiter zu unserer Unterkunft. 

Danach besichtigten wir zu Fuß die interessante und sehenswerte Altstadt und wanderten hinauf zur Burg Hohensalzburg.  


Geburtshaus von Mozart


Die bekannte Getreidegasse


Der Dom von Salzburg


Schloss Mirabell


Weithin sichtbar: Die Burg Hohensalzburg


19.09.2019   Salzburg – Hallstatt  84,2 km und 854 Hm

Nach einem guten Frühstück in unserer Unterkunft machten wir uns auf den Weg durch die noch ruhige Stadt. Auf Radspuren und Radwegen gelangten wir dann problemlos bei 7°C   aus der Mozartstadt hinaus und machten uns auf den Weg zum Fuschlsee.


Bei idealen Wetterbedingungen machte das Radeln viel Spaß


Beim schön gelegenen Schloss Fuschl machten wir einen Fotostopp, bevor wir am See entlang nach Pöllach und weiter nach St.Gilgen am Wolfgangsee fuhren


Am Fuschlsee


St Gilgen am Wörtersee mit Bergpanorama



St Gilgen am Wolfgangsee mit netter Kuranlage

Auf Radwegen fuhren wir am Wolfgangsee entlang bis nach Gschwand und nahmen die Personen- und Radfähre hinüber nach St. Wolfgang.


Nach St. Wolfgang müssen wir über den See


Personen- und Radfähre über den Wolfgangsee

Dort schoben dann unsere Räder durch die belebte Fußgängerzone am bekannten Hotel „Weißes Rössel“ vorbei.


Das bekannte Hotel“ Weißes Rössl“, Ausflugsziel vieler Urlauber


Danach ging es weiter an der Seepromenade entlang hinaus aus dem Ort.


Auf Radwegen führte uns unsere Route an Schwarzenbach und Wirling vorbei nach Bad Ischl. 



Schmaler Radweg an der Ischl entlang nach Bad Isch



Bad Ischl 


Durch das schöne Kurgelände gelangten wir wieder auf ruhigem Radweg nach Bad Goisern und danach auf der Landstraße weiter zum Hallstätter See.


Interessante Holzgebäude neben unserem Radweg


Der Hallstätter See

Einige Zeit befuhren wir dann die Hauptstraße und unmittelbar vor Hallstatt gelangten wir wieder auf einen Radweg, auf dem wir den Ort erreichten. 


Erster Blick auf den kleinen, am steilen Hang gebauten und 780 Einwohner zählenden Ort Hallstatt.

Dort gab es einen riesigen Rummel durch meist asiatische Besucher.  Hier ging es nur noch schiebend durch die Menschenmassen weiter. Hallstatt ist berühmt wegen des ältesten Salzbergwerks der Welt. Alljährlich besuchen mehr als 1 Million Tagesgäste die Weltkulturerbestätte.
Unsere vor gebuchte Unterkunft, die etwas außerhalb lag, war schnell gefunden. So konnten wir später, nachdem die meisten Besucher weitergefahren waren, den Ort gemütlich durchstreifen.


Da im Zentrum von Hallstatt überwiegend malerische Holzhäuser stehen ist der Ort bei überwiegend asiatischen Touristen sehr beliebtet. 
Übrigens: In China wurde dieser Ort 1:1 nachgebaut!  


20.09.2019   Hallstatt - Lauffen bei Bad Goisern  89,8 km und 1486 Hm

Rückblick auf Hallstatt bei unserer Weiterfahrt am frühen Morgen.

Nach dem Frühstück in einem Café machten wir uns bei frischen 4°C auf den Weiterweg am Hallstätter See entlang nach Obertraum.

Auf wenig befahrener Straße ging es hinauf zum Koppenpass auf 690m, der mit bis zu 23 % Steigung uns einiges abverlangte und Schiebeeinlagen erforderte. 

Danach führte die Straße steil hinunter nach Bad Aussee, das wir aber nur kurz streiften. 

Auf geschotterten und landwirtschaftlich genutzten Sträßchen mit kleinen Siedlungen gelangten wir nach Bad Mitterndorf/Steiermark. Hier legten wir eine Rast ein, da es danach lange Zeit keine Einkehrmöglichkeit gibt. 

Bad Mitterndorf, ein kleines, ruhiges Städtchen 

Unser Weiterweg führte uns auf Teersträßchen an der Salza, einem kleinen Bächlein entlang, zum Kochalmbauer.

Ab dort führte ein einsamer Schotterweg in vielen Schleifen hinauf zu einem Sattel auf 1207m. Der Übergang ist für den KFZ-Verkehr gesperrt! Die steile Abfahrt verlangte Aufmerksamkeit, denn meist auf grobem und losem Schotter konnte nur im Schritttempo wieder hinunter zum schön gelegenen Grundlsee gefahren werden.

Erster Blick auf den Grundlsee

Einen Abstecher zum nahen Toplitzsee, eingerahmt von hohen Bergen, ließen wir uns nicht entgehen.

Der idyllischer Toplitzsee wird auch mit einem Ausflugsboot befahren.  

Der Weg zurück zum Grundlsee ging an hohen und steilen Felsen vorbei. 

Promenade am Grundlsee. -Hinter diesem Bergrücken liegt Bad Mitternsee. 

Auf sehr schönem Sträßchen ging es am malerischen Grundlsee See entlang. 

Danach fuhren wir im Auf und Ab durch Feld und Wald und an kleinen Siedlungen vorbei und gelangten so hinunter nach Bad Aussee.

Dann ging es wieder auf schmalen Sträßchen hinauf nach Altau und weiter zum Altauseer See. 

Landschaftlich sehr schöne und ruhige Strecke

Der Altauseer See liegt sehr idyllisch. Wanderwege führen am See entlang.   

Nach einer Rast radelten wir über Nebensträßchen, die uns mit vielen Steigungen und Abfahrten nahe der Hauptstraße entlangführten. Leider kamen wir durch die vielen Schleifen nur mühsam weiter. So beschlossen wir, bei der Abfahrt hinunter nach Bad Goisern die Hauptstraße zu befahren. (Bei der Abfahrt sind wir kein Hindernis auf der Hauptstraße.)

In Lauffen bei Bad Goisern bekamen wir dann in einem Gasthof Quartier. Bei einem hervorragenden Abendessen im nahen Gasthof beendeten wir den anstrengenden Tag.

 

21.09.2019   Lauffen über den Traunsee und Attersee bis Mondsee am Mondsee  93,7 km und 802 Hm

Bei wieder kühlen 6 °C fuhren wir nach einem reichhaltigen Frühstück über die uns schon bekannte Strecke nach Bad Ischl.

Fahrt durch herbstlich bunte Wege

In Bad Ischl bogen wir Richtung Traunsee ab.

An der Traun führte ein ruhiger Radweg zum wunderschön gelegenen Traunsee.  

Mal auf einem Radweg neben der Hauptstraße, oder direkt am Traunsee entlang, gelangten wir nach Gmunden. 

Wunderschöne Gegend

Unterwegs der Blick auf das Seeschloss Ort, das malerisch und sehenswert im Traunsee liegt.

In Gmunden verließen wir den See. 

Auf einsamen Nebensträßchen ging es an einzelnen Höfen und Viehweiden entlang über einen Höhenrücken und danach nach Schörfing zum Attersee wieder hinunter. 

Hügelige Voralpen

Schöne ländliche Gegend

Schörfing am Attersee

Unsere geplante Route auf der Westseite des Attersees war wegen eines Radrennens für den Verkehr gesperrt, aber wir durften erstmal noch passieren. Anfangs genossen wir es, ohne Verkehr auf der schönen Strecke zu fahren. Leider wurden wir dann im Ort Attersee umgeleitet und wir mussten über eine bergige Ausweichstrecke, die uns zusätzlich etwa 200 Hm einbrachte, weiterfahren. 

Langsam kamen wir höher und hatten einen schönen Blick hinunter auf den Attersee. 

Die schönen Ausblicke hinunter zum Attersee entschädigte für die Mühen. Sehr steil führte die Strecke hinauf nach Kronberg im Attergau und danach hinunter über Straß Richtung Mondsee.

Traktorausflug

Eine lange Abfahrt führte gemütlich wieder hinunter zum Mondsee und im Ort Mondsee fanden wir bald unsere gebuchte Pension. Die kleine Stadt hat viele schöne Ecken mit bunten, gepflegten Gebäuden. 

 

22.09.2019   Mondsee -  Seeham am Obertruner See  63,9 km und 772 Hm

Bei warmen 14°C begannen wir auf dem Irrsee-Radweg den Tag. Schon bald verschleierte sich an diesem Tag der Himmel. 

Der Weg führte an vielen stattlichen Höfen vorbei und wir konnten die hügelige Voralpenlandschaft mit idyllischen Blicken auf den Irrsee genießen. 

Über eine schöne und ruhige Straße ging es über einen weiteren Höhenrücken. Nach Straßwalchen rollten wir wieder hinunter zum Wallersee.

Am Wallersee bogen wir zur Südseite des Sees und befuhren einen Schotterweg mit vielen steilen Auf- und Abfahrten, der uns einige Mühe kostete. Leider hatten wir dabei nur wenig Sicht auf den See. Ab Seekirchen ging es zur Nordseite des Wallersees bis wir den See nach dem Ort Wenig verließen und nach Schleedorf abbogen. Über einen weiteren Höhenrücken fuhren wir wieder hinunter zum Mattsee.

Verschleierter Blick zum Watzmann

Bald darauf erreichten wir Mattsee, das idyllisch am gleichnamigen See liegt. 

Der Ort Mattsee am Mattsee liegt wunderschön und wird von vielen Touristen besucht. Schade, dass keine Sonne schien und der hübsche Ort nicht so zur Geltung kam. Wir drehten eine Runde durch den interessanten Ort und fuhren danach auf der Verbindungsstraße zwischen Mattsee und Obertruner See weiter zum Grabensee. 

Grabensee

Obertruner See

Die 3 Seen liegen nahe beieinander. Über Eisenmühle erreichten wir unser gebuchtes Gasthaus in Seeham am Obertruner See

 

23.09.2019     Seeham bis Salzburg   22,2 km und 173 Hm

Bei stark bewölktem Himmel und wieder 14 °C machten wir uns auf und hofften, dass wir noch trocken bis nach Salzburg gelangen. Auf hügeliger Strecke hatten wir leider keine gute Sicht auf die wolkenverhangenen Berge. 

Bange Frage am Morgen: Hält das Wetter?

Das Wetter wurde zusehens schlechter.

Über einsame Wege kamen wir unserem Ziel Salzburg näher. 

Am letzten See auf unserer Seenrunde kamen wir noch am Ragginger See vorbei, bevor es über Feld- und Waldwege weiter hinunter zur Salzach ging.

Bei leichtem Regen erreichten wir Salzburg. Bald darauf trafen wir dann auf dem Bahnhof der Mozartstadt ein. 

DB-Automat im Bahnhof von Salzburg  

Problemlos gelangten wir mit der Bahn wieder zurück nach Ulm und mit unseren Fahrrädern ging es bei teils leichtem Regen heim.

Die Wettervoraussagen hatten noch für eine ganze Woche schönes Wetter vorausgesagt, was dann leider nicht stimmte. Wir wollten eigentlich noch ein paar Tage daran hängen und eine Runde um den Königsee, Berchtesgaden und Rupolding drehen.

Über die Alpen nach Rom und zurück

Wir starten am Samstag, 20.04.2019, zur nächsten Radreise. Wir möchten das gute Wetterfenster der nächsten 3 Tage nutzen, um über die Alpen zu kommen.


Von daheim geht es zum Bodensee und weiter über die Alpen nach Turin, Genua und an der Riviera entlang bis nach Rom. (Den südlichen Teil ab Rom haben wir letztes Jahr beradelt). Zurück wollen wir über den Apennin und die Dolomiten nach Hause fahren.

 

20.04.2019 Laupheim – Bad Ragaz 175,5 km und 780 Hm

Bei angenehmen Temperaturen von 3°C – 23°C fuhren wir auf der uns bekannten Strecke über Biberach – Kißlegg – Wangen nach Bregenz am Bodensee.


Sonnenaufgang


Nach etwas mehr als 100 km erreichten wir den Bodensee

Weiter ging es nach Höchst und auf dem Rhein-Radweg mal auf schweizerischer, österreichischer oder Lichtensteiner Seite. Bei leichtem Rückenwind kamen wir flott voran. Viele Radler, Inliner und Spaziergänger nutzten das herrliche Frühlingswetter.


Rheinradweg


Schloss Vaduz

Auf den letzten 15 km änderte sich unsere Fahrtrichtung und kräftiger Gegenwind setzte uns zu.


Bad Ragaz


21.04.2019 Bad Ragaz – Chur – Disentis 86,1 km und 1087 Hm

Heute wurden wir von einem böigen Gegenwind begrüßt, der uns den ganzen Tag über erhalten blieb.


Durch blühende Alleen

Hinter Chur ging es auf einem Radweg hinauf nach Versam auf 944 m mit einigen bis zu 13 % steilen Passagen.


Blick in die Rheinschlucht


Radweg oberhalb der Rheinschlucht


Serpentinenstrecke hinauf nach Versam

Dann rollten wir hinunter nach Ilanz auf 702 m Höhe. Ab hier folgten wir dem geschotterten Radweg, der eher für Mountainbiker als für Tourenradler mit Gepäck fahrbar ist. Daher wechselten wir nach 5 km auf die Hauptstraße, die durch das Vorder-Rheintal in gleichmäßiger Steigung die letzten 600 Hm hinauf nach Disentis auf 1130 m führte.


Auf der Hauptstraße nach Disentis


Disentis mit Benediktinerkloster


22.04.2019 Disentis – Lukmanierpass 1972 m – Canobbio 128,5 km und 1304 Hm Aufstieg und 2205 m Abfahrt

Da der Lukmanierpass nur zwischen 21 Uhr und 11 Uhr morgens geöffnet war, frühstückten wir bereits um 6 Uhr. So starteten wir schon um 6:40 Uhr. Auch heute blies uns den ganzen Tag über ein heftiger Wind entgegen und erschwerte das Vorwärtskommen ganz erheblich.


Staudamm mit zugefrorenem Stausee kurz vor der Passhöhe

Nach 900 Höhenmetern bergan erreichten wir um 10 Uhr die Passhöhe.

Bei 3°C machten wir uns an die lange Abfahrt hinunter ach Biasca auf 300 m. Dort kamen wir um 12 Uhr an und legten eine Mittagspause ein.


Wir haben den Schnee hinter uns gelassen

Ab hier war es bei 20°C deutlich wärmer und nur der Gegenwind machte uns nach wie vor zu schaffen. Weiter ging es nach Bellinzona und Locarno, wo wir jeweils einen Schlenker durch die Altstadt machten.


Bellinzona mit einer der Burganlagen


Locarno

Noch einmal mussten wir steile 160 Höhenmeter überwinden, um auf eine Panoramastraße hoch über dem Lago Maggiore zu gelangen.

Dann ging es ebenso steil hinunter zur Hauptstraße, wo wir nach wenigen Kilometern die Grenze nach Italien passierten. Etwa 5 Kilometer hinter der Grenze erreichten wir Canobbio und fanden auf einem Campingplatz eine wunderschöne Ferienwohnung. Bei einer Pizza und italienischem Rotwein ließen wir den Tag ausklingen und feierten unsere gelungene Alpenüberquerung.


23.04.2019 Canobbio – Arona 57,4 km und 233 Hm

Schon beim Blick aus dem Fenster sahen wir, dass es regnete. Um 8:30 Uhr starteten wir in Regenklamotten zur eigentlich sehr schönen Strecke am Lago Maggiore entlang.


Lago Maggiore bei Regen


Kaffeepause

Auf der Hauptrasse fuhren wir zunächst nach Verbania und von dort weiter nach Arona. Heftiger Verkehr und der ununterbrochene Regen bei gerade mal 10°C ließen uns hier Schluss machen. Im Nachhinein waren wir froh, dass wir an den ersten 3 Tagen so fleißig waren, denn eine Passüberquerung wäre bei den heutigen Wetterbedingungen sicherlich nicht möglich gewesen.


24.04.2019 Arona – Novara 47,8 km und 152 Hm

Auch die ganze Nacht regnete es weiter aber beim Start um 8:30 Uhr regnete es zum Glück nur noch leicht. Zunächst fuhren wir zum Hafen von Arona und verließen dann den Lago Maggiore.

Schade, dass wir den überwiegenden Teil am See entlang im Regen zurücklegen mussten, aber so ist es eben, wenn man längere Zeit unterwegs ist. Nicht immer nimmt das Wetter Rücksicht auf uns. Auf der zum Teil sehr verkehrsreichen Hauptstraße und auf Nebenstrecken ging es weiter nach Novara.


Regenpause in einer Bar

Auf diesem Streckenabschnitt setzte immer wieder der Regen ein und insgesamt 4 mal zogen wir die Regenklamotten wieder aus und an. In Novara (104000 Ew.) fuhren wir zunächst in die Altstadt und besichtigten einige Sehenswürdigkeiten.


Altstadtbesichtigung per Rad


Basilika San Gaudenzio

Auf den letzten Kilometern zu unserem Hotel ging plötzlich ein heftiger Regenschauer nieder, der alle Straßen unter Wasser setzte. Von oben wurden wir durch den Regen vollgeschüttet und die vorbeifahrenden Autos duschten uns von der Seite.

In einem prima Hotel, das etwas außerhalb des Zentrums liegt, kamen wir unter.

Dort beendeten wir unsere wetterbedingte Kurzetappe.


25.04.2019 Novara – Casale Monferrato 65,5 km und 101 Hm

Nach den 2 vorangegangenen Regentagen war es heute den ganzen Tag über stark bewölkt aber es blieb trocken. Die Strecke führte heute durch die Poebene, in der sich Europas größtes Reisanbaugebiet befindet.

Die gemütliche Route verlief im Zickzack durch Reisfelder und kleine Orte. Nach der Hälfte der Strecke erreichten wir Vercelli, eine Stadt mit 46.000 Ew., wo es einiges zu sehen gab. Wir besichtigten die interessante Altstadt mit der 800 Jahre alten Basilica sowie den Dom und die Piazza Cavour mit dem Engelsturm.


Basilica di Sant Andrea in Vercelli


Piazza Cavour mit dem Engelsturm

Danach ging es weiter nach Casale Monferrato (34.000 Ew.) wo wir erstmals auf dieser Reise den Po überquerten.

Hier wurde auch das Wetter besser und wenn die Sonne durch die Wolken schaute stieg auch das Thermometer auf 20°C an. Auch hier befindet sich eine nette Altstadt mit schönen Gebäuden.


In der Altstadt von Casale Monferrato


26.04.2019 Casale Monferrato – Turin 78,5 km und 563 Hm

Beim Start unserer heutigen Etappe war es stark bewölkt und nach exakt einem Kilometer begann es zu regnen. Also Regenklamotten anziehen. Einige Kilometer später hörte der Regen auf und die Regensachen wurden wieder in den Taschen verstaut. Wir entschieden uns für die links des Pos verlaufende Strecke.

Diese war zwar hügeliger, dafür aber auch abwechslungsreicher als die Strecke an den Reisfeldern und Wasserkanälen auf der rechte Po Seite.

Zwischenzeitlich traute sich auch die Sonne immer öfter durch die Wolken und es wurde auch bis zu 20°C warm. Wir passierten mehrere kleine Orte, die sich immer auf einem Berg befanden. Immer wieder boten sich schöne Blicke auf die Po Ebene und die noch tief verschneiten Berge des Wallis und des Paradiso. Danach ging es zurück in die Po Ebene, wo wir den Po erneut überquerten.

Auf Nebenstrecken erreichten wir nach 70 km Turin (1,7 Mio. Ew.) und nach weiteren 8,5 km gelangten wir zum zuvor gebuchten Hotel.


Immer wieder ging es auf Radwegen in die Stadt

Am späten Nachmittag machten wir uns noch zu einer ersten Runde ins Zentrum von Turin auf und legten dabei noch 11,5 km zu Fuß zurück. Hier werden wir morgen einen Ruhe- und Besichtigungstag einlegen.


27.04.2019 Besichtigung von Turin

Ein sonniger Tag mit nahezu wolkenlosem Himmel erwartete uns heute. Wir machten es uns ganz gemütlich und fuhren zunächst mit der Straßenbahn bis zur Altstadt.

Die gesamte Altstadt bietet mit ihren herrlichen Plätzen unzählige Fotomotive.

Über 2 Stunden standen wir in der Warteschlange vor der Mole Antonelliana, um mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform zu gelangen.


Mole Antonelliana

Wir genossen die herrliche Aussicht auf die Stadt und die dahinter befindlichen Schneegipfel.


28.04.2019 Turin – Cuneo 104,2 km und 440 Hm

Heute durchfuhren wir eine traumhaft schöne Landschaft mit fantastischer Sicht auf die verschneiten Südalpen. Wir starteten bereits um 7:45 Uhr und hatten daher nur sehr wenig Verkehr, da die Italiener am Sonntag nicht so früh unterwegs sind. Schon die 11 km lange Fahrt hinaus aus Turin machte Laune, da Turin sehr radfreundlich ist.

Ein neu angelegter Bahntrassenweg mit perfektem Belag führte uns durch Obstplantagen, in denen Äpfel, Birnen, Kirschen, Kiwi und Aprikosen angebaut wurden.

Beeindruckend war den ganzen Tag über die Aussicht auf die tief verschneiten Gipfel und wir legten immer wieder Fotostopps ein.


Der Monviso 3841 m hoch begleitete uns den ganzen Tag über

Bei 18°C und herrlichem Sonnenschein kamen wir flott vorwärts und erreichten um 14:30 Uhr Cuneo (56.000 Ew.).


Im, von Bergen umgebenen Cuneo, herrschte reges Markttreiben.


Die Stadt gefiel uns außerordentlich gut.

 

29.04.2019 Cuneo – Savona 98,8 km und 1132 Hm bergauf und 1680 Hm bergab

Auf ruhigen Nebenstrecken ging es von Cuneo weiter. Die ersten 20 km waren schnell bewältigt, da es meist leicht bergab ging.

Noch lange genossen wir die herrlichen Ausblicke auf die verschneiten Südalpen.

Doch dann änderte sich das ganze und in stetem Bergauf – Bergab kamen wir nur noch langsam vorwärts. Vor allem die knackigen Anstiege, die bis zu 20 % steil waren und das ganze teilweise auf losem Untergrund, machten uns ganz schön zu schaffen. Um dem ungeteerten Untergrund zu entgehen beschlossen wir, auf der nur wenig befahrenen Hauptstraße weiter zu fahren.


Enge Ortsdurchfahrt

Zwei kurze Tunnel mussten wir umfahren, da sie für Radfahrer gesperrt waren. Den mit 1035 m mit Abstand längsten Tunnel durften wir aber durchfahren. Aber man kann ja nicht alles verstehen. Unterwegs trafen wir zwei Radler aus Dachau, die von Turin nach Nizza unterwegs sind.


Ein erster Blick nach Altare auf`s Mittelmeer (ganz im Hintergrund)

Von Altare aus rollten wir dann 400 Hm über die Via Nazionale Piemonte hinunter ans Meer nach Savona, das wir um 16:30 Uhr erreichten.


30.04.2019 Savona – Genua 60,4 km und 322 Hm

Bei traumhaftem Wetter mit wolkenlosem Himmel fuhren wir auf der Via Aurelia oder auf Radwegen immer an der ligurischen Küste entlang. Die Landschaft mit dem vom Meer aufsteigenden Bergen und das blaue Meer ergaben einen schönen Kontrast.


Wir verlassen Savona


Am Hafen von Genua

Überall wird gewerkelt und für die bevorstehende Saison hergerichtet. In Genua (580.000 Ew.) angekommen versuchten wir mit dem Routenplaner von MAPS.ME unser Hotel zu erreichen. Dieser kam völlig aus dem Häuschen, denn, da die Straßen auf verschiedenen Ebenen verliefen, schickte er uns immer hin und her bis wir schließlich auf der Autobahn landeten. Bei der nächsten Ausfahrt verließen wir diese wieder und schiebend erreichten wir das historische Viertel von Genua und gelangten schließlich sicher zu unserem Hotel. Den Nachmittag verbrachten wir mit der Besichtigung der großartigen Prachtstraßen, Plätze und vielen schmalen Gassen.


Piazza Ferrari


01.05.2019 Genua – Chiavari 44 km und 695 Hm

Nach einem guten und reichhaltigen Frühstück verließen wir die bekannte Seefahrer- und Hafenstadt. Weiter ging es der ligurischen Küste entlang. Auf landschaftlich wunderschöner Strecke ging es durch schöne kleine Orte.

Die Straße führte immer wieder in Kehren bergauf, bis auf max. 268 m, um dann zum nächsten Ort am Meer wieder bei 0 m anzukommen.


Blick auf Rapallo

In Rapallo legten wir eine Mittagspause ein, bevor es erneut wieder auf 210 m hinaufging. Dies war dann der letzte Anstieg des heutigen Tages.


Chiavari

In flotter Fahrt sausten wir hinunter nach Chiavari, wo wir um 12:30 Uhr ankamen. Den Nachmittag nutzten wir bei 20°C noch zu einem ausgedehnten Strandbummel und anschließend schlenderten wir noch durch das nette Städtchen.


02.05.2019 Chiavari – La Spezia 77,0 km und 976 Hm

Heute war der Himmel stark bewölkt und nur ganz selten blitzten ein paar Sonnenstrahlen durch. Auf nahezu ebener Strecke ging es die ersten 13 km bis Sestri Levante.

Ab hier ging es wieder auf der Via Aurelia weiter. Diese führte nun von der Küste weg ins Landesinnere und auf guter Straße und mit gut fahrbarer Steigung ging es hinauf zum Passo Bracco 615 m.


Blick hinunter Richtung Cinque Terre

Passo Bracco 615 m

Die Abfahrt konnte man genießen, da man vielfach, ohne zu bremsen, mit geringem Gefälle hinab auf ca. 100 m fuhr. Das Verkehrsaufkommen war überraschend gering. Nochmals mussten 180 Höhenmeter bezwungen werden bis es dann durch zwei lange Tunnel hinunter nach La Spezia ging.


Blick hinunter auf La Spezia


03.05.2019 La Spezia -Lucca 78,1 km und 406 Hm

Zunächst ging es am Hafen von San Terenzo nach Lerici.


Lerici

Hier kamen wir gleich tüchtig ins Schwitzen, denn 100 steile Höhenmeter bis hinauf zur Hauptstraße mussten bewältigt werden. Auf den ersten 35 km ging es dann überwiegend flach am Meer entlang, bevor die Straße ins Landesinnere abbog.


Carrara Marmor

Das Wetter war sehr unsicher und nur selten kam die Sonne durch die meist starke Bewölkung zum Vorschein. Die meiste Zeit hatten wir auch den Wind als Gegner. In einigen Serpentinen erreichten wir eine Höhe von 209 m Höhe.

Hier trafen wir 2 Deutsche Radler, die ebenfalls Rom als Ziel haben. Danach rollten wir in flotter Fahrt die restlichen Kilometer hinunter nach Lucca (89000 Ew.) auf 19 m Höhe.


Auf der Karte von Lucca kann man gut die Altstadt erkennen und die sie umschließende Stadtmauer, auf der man zu Fuß oder per Rad eine Runde drehen kann.

Lucca, eine mittelalterliche Stadt, zählt zu den schönsten Städten der Toskana. Eine 4 Kilometer lange Stadtmauer umschließt den historischen Stadtkern. Viele Kirchen, Plätze und Türme, kleine Gassen und Portale laden zum Bummeln und Verweilen ein.


Piazza Anfiteatro


Ausblick vom Torre Guinigi, den man über 234 Stufen besteigen kann.


Kathedrale San Martino


Eines der Stadttore


Kathedrale von Lucca

04.05.2019 Lucca – Marina di Bibbona 96,5 km und 289 Hm

Gleich nach dem Start fing es an zu regnen. So gingen wir zunächst in eine Bäckerei zum Frühstück und warteten ca. 1 Std. ab. Der Regen ließ etwas nach, wir zogen unsere Regenbekleidung an und fuhren los.


Nach etwa 5 km konnten wir unsere Regenklamotten wieder ausziehen und sie konnten für den Rest des Tages in den Taschen bleiben. Leider war der Radweg, der am Arno entlang nach Pisa führte, ziemlich verschlammt.

Nach 25 km erreichten wir Pisa (90.000 Ew.) und besichtigten, wie tausende andere auch, zunächst den Schiefen Turm. Danach fuhren wir in die Innenstadt, wo es ebenfalls interessante Plätze zu besichtigen gab. Hier war es wesentlich ruhiger.


Pisa am Arno


Fischer an einem Kanal auf dem Weg nach Livorno

Das Wetter wurde Richtung Küste immer sonniger und nach weiteren 25 km erreichten wir die Hafenstadt Livorno (160.000 Ew.). Am Hafen, von dem aus viele Fährschiffe nach Sardinien, Korsika, Sizilien usw. starten, legten wir eine Mittagsrast ein.

Weiter ging es auf der Küstenstraße. Da es überwiegend flach war, kamen wir gut vorwärts.

Unterwegs war noch ein Plattfuß am Hinterrad von Norbert zu beheben. Kurz danach kamen wir in Marina di Bibbona an und fanden Unterkunft in einem schönen Hotel mit Blick auf das Meer.


05.05.2019 Marina di Bibbona – Piombino 43,2 km und 247 Hm

Als wir aufwachten tobte draußen ein heftiger Sturm mit Regen. Daher ließen wir es ganz gemütlich angehen und genossen das hervorragende Frühstück in unserem empfehlenswerten Hotel Nina. Da die Wetterprognose extrem schlecht war buchten wir in Piombino, das nur gut 40 km entfernt lag, vom Hotel aus die nächste Unterkunft. Wir warteten noch bis um 10:30 Uhr und machten uns dann bei etwas nachlassendem Regen und gerade mal 8°C auf den Weiterweg. Kaum waren wir unterwegs, prasselte der Regen erneut auf uns nieder und wir waren froh, dass wir in der kompletten Regenmontur gestartet waren. Die Straßen waren zum Teil überflutet und was nicht von oben auf uns niederprasselte bekamen wir durch die Gischt der vorbeifahrenden Autos ab.

Nach gut 2 ½ Std. erreichten wir die Hafenstadt Piombino (34.000 Ew.). Von hier starten verschiedene Fähren zur nahen Insel Elba. Unser gebuchtes Appartement war bald gefunden und hier konnten wir unsere nassen Klamotten zum Reinigen und Trocknen aufhängen. Am Nachmittag besuchten wir noch die gut erhaltene historische Altstadt.


Blick von Piombino auf Elba

Da unser Appartement mit einer kompletten Küche und allen Küchenutensilien versehen war, genossen wir es, mal wieder selbst zu kochen. Kaffee, Wasser Frühstück sowie eine Flasche Wein waren im Gesamtpreis von 47,-- € enthalten.


06.05.2019 Piombino – Orbetello 128,9 km und 665 Hm

Nach selbst zubereitetem Frühstück machten wir uns bei noch bewölktem Himmel und 8°C auf den Weiterweg nach Grosseto. Vorbei ging es an Sumpfland und später durch kilometerlange Pinienwälder.


Das ehemalige Sumpfgebiet der Maremma wurde erst sehr spät besiedelt, da die Malaria erst 1950 endgültig besiegt wurde.


Castiglione della Pescaia


Viele Radwege entlang der Straßen

Grosseto (82.000 Ew.) erreichten wir nach 73 km zur Mittagszeit. Hier legten wir eine Pause ein und schauten uns noch in der Stadt einige interessante Plätze an. Sehenswert waren auch die liebevoll mit Blumen geschmückten Gassen.

Nach Grosseto folgten wir auf Nebenstraßen einer Radroute, die uns wieder auf 200 m Höhe hinauf leitete. Das Wetter war sehr wechselhaft mit einem Mix aus Sonne und Wolken aber den ganzen Tag über blies ein eisiger Wind.

Kurz vor dem Ziel überraschte uns dann noch ein Regenschauer. Gegen 16 Uhr erreichten wir Orbetello, wo wir in einem einfachen Albergo unterkamen.


Lagunenstadt Orbetello


07.05.2019 Orbetello – Civitavecchia 84,7 km und 429 Hm

Von einem strahlend blauen Himmel wurden wir heute begrüßt. Bei 14°C, aber nach wie vor kaltem Wind, machten wir uns zu unserer letzten Etappe am Meer entlang auf.

Die Straßen und Radwege boten heute alles. Vom besten Asphaltbelag bis zu kaum befahrbaren Pisten samt einer Bachdurchquerung sowie einige Kilometer Autobahn (legal befahren) war alles dabei.

Gelbe Rapsfelder wechselten sich mit roten Mohnfeldern ab. Viel Gemüse und Obst werden hier unter Folien angebaut. Vorbei ging es auch an herrlich gelegenen Villen mit Blick zum Meer. Die Mittagspause legten wir in einem Agriturismo-Lokal bei Salat und Bruschettas ein.

Gegen 15 Uhr erreichten wir unser B&B in Civitavecchia (53.000 Ew.). So verblieb anschließend noch ausreichend Zeit, um das Hafengelände mit dem Fischereihafen, die Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe und die Innenstadt anzuschauen.


Hier legen viele Kreuzfahrtschiffe an, deren Gäste Rom besuchen wollen. Hier gehen auch die Fährschiffe nach Sardinien ab.


08.05.2019 Civitavecchia – Rom 81,8 km und 510 Hm

Bei der Ausfahrt aus Civitavecchia mussten wir uns im morgendlichen Berufsverkehr einreihen und behaupten. So ging es zum letzten Mal auf der Via Aurelia Richtung Rom.

Die Via Aurelia, die 241 nach Chr. begonnen wurde, ist heute in Italien die Staatsstraße SS1und führt von Rom über Civitavecchia an der Küste entlang bis nach Nizza. Die Strecke verlangte heute volle Konzentration, da zum einen die Straßen vielfach in einem desolaten Zustand waren und außerdem herrschte hohes Verkehrsaufkommen und immer wieder mussten wir mehrere Kilometer auf der Autobahn zurücklegen.

Was auffiel, war der viele Müll, der sich am Straßenrand befand. Dieser war bis zum heutigen Tag kaum zu sehen. Auch die Fahrt hinein ins Zentrum von Rom verlangte noch die volle Aufmerksamkeit, da trotz Routenplaner die richtige Straße nicht immer leicht zu finden war und der Verkehr immer dichter wurde.

Auch die Straßen in Rom sind vielfach in üblem Zustand. Nach 78 km standen wir um 13 Uhr vor dem Petersdom. Viele hunderte Besucher warteten in einer langen Schlange vor dem Einlass.

Nun ging es nach unserem Routenplan vorbei am Colosseum und vielen anderen Sehenswürdigkeiten zu unserer in der Nähe des Bahnhofs Termini gelegen Unterkunft. Dort angekommen erfuhren wir, dass wir in einem anderen Appartement untergebracht würden. Leider mussten wir feststellen, dass dieses Appartement ganz und gar nicht dem von uns gebuchten entsprach. Es befand sich im 4. Stock eines Stadthauses und wir mussten Bad und Küche mit anderen Gästen teilen. Zudem bedeutete es, dass ich unsere Fahrräder 2 mal 96 Stufen hochtragen musste. Trotz allem versuchten wir, das Beste daraus zu machen und besuchten noch viele sehenswerte Plätze Roms.


Trevibrunnen


Vittorio Emanuele II


Spanische Treppe


09.05.2019 Ruhe- und Besichtigungstag in Rom

Nach dem Frühstück brachten wir unsere Wäsche in eine Wäscherei und nach einer Stunde konnten wir diese frisch gereinigt und getrocknet wieder abholen. Auch heute waren wir wieder viele Kilometer zu Fuß unterwegs und schauten uns weitere Sehenswürdigkeiten der 2.8 Mio. Ew. Stadt an. Das Wetter, das am Vormittag noch sehr trübe war, besserte sich von Stunde zu Stunde und ab 15 Uhr war der Himmel wieder blau.


Viel Betrieb auf Roms Prachtstraßen


2 von unzähligen Kirchen in Rom


Forum Romanum


Colosseum von außen


Im Colosseum. Heute war freier Zutritt.


Piazza del Popolo

Ab Morgen beginnt dann die Rückreise.


10.05.2019 Rom – Rieti 86,8 km und 865 Hm

Überwiegend auf Pflasterstraßen ging es ca. 5 km durch Rom bis hinunter zum Tiber.

Ab hier benutzten wir den Radweg, der auf dem Damm des Tibers entlang ging.

Dann wurde es hektisch. Auf einer engen und extrem verkehrsreichen Strecke ging es ohne Seitenstreifen die nächsten 10 km weiter. Danach wurde es nach einer Autobahnauffahrt deutlich entspannter. Auf breiter und nur mäßig befahrener Strecke mit meist breitem Seitenstreifen ging es nun hinauf auf 400 m Höhe.

Danach ging es wieder auf 280 m hinunter um anschließend wieder auf 592 m anzusteigen. Die jeweiligen Anstiege waren zwar lang, aber gut zu bewältigen, da sie nie mehr als 5 % Steigung aufwiesen. So ging es bei leichter Bewölkung und zeitweiligem Sonnenschein durch eine wunderschöne hüglige Berglandschaft.

Die Abfahrten war genau so angenehm und so rollten wir gemütlich unserem Ziel Rieti (47.000 Ew.) auf 400 m Höhe entgegen. Schon um 13:15 Uhr erreichten wir unser Hotel und schauten uns am Nachmittag in der Stadt, die nicht viel zu bieten hat, um.


Rieti


Die Altstadt ist teilweise von einer Stadtmauer umgeben.


11.05.2019 Rieti – Ferentillo 60,2 km und 497 Hm

Auf landschaftlich schöner Strecke fuhren wir immer an einer bewaldeten Hügelkette entlang Richtung Terni.


Morgennebel im Tal

Über einige Serpentinen ging es zur 300 m tiefer gelegenen Thermalstadt Terni mit 111.000 Ew. Dort tranken wir einen Cappuccino und machten uns dann auf die Weiterfahrt.

Auf einem steilen Sträßchen mit Steigungen zwischen 10% bis 16 % quälten wir uns teils fahrend, teils schiebend wieder bis auf eine Höhe von 400 m zu einem netten kleinen Ort.


Hier reifen schon Feigen und auch Kirschen


Zu diesem Ort ging es steil bergauf

Danach führte wieder, fast ebenso steil, erneut eine Serpentinenstrecke hinunter ins Tal. 10 km später erreichten wir um 13 Uhr unser Tagesziel Ferentillo.

In einem Agriturismo machten wir dort Quartier. Am Nachmittag schauten wir uns noch das Mumienmuseum an und machten noch einen Spaziergang zu einigen Kletterfelsen+


12.05.2019 Ferentillo – Assisi 67,7 km und 558 Hm

Beim Blick vor unsere Unterkunft stellten wir fest, dass es wieder einmal regnete. Nach dem Frühstück hörte der Regen jedoch auf und wir konnten um 7:45 Uhr unsere heutige Tour bei 10°C beginnen. Zunächst ging es durch ein wunderschönes enges Tal mit einigen urigen Orten und fast ohne Verkehr.

Nach 17 km bogen wir auf eine Hauptstraße ab, die durch einen 4030 m langen Tunnel führte. Nun ging es durch ein breites und flaches Tal nach Foligno (57.000 Ew.) mit einer interessanten Innenstadt.

Schon wenige km später gelangten wir nach Spello, einem kleinen, aber sehr sehenswerten Ort.


Spello

Bei der Weiterfahrt nach Assisi trübte es immer mehr ein und wir bekamen ein paar Tropfen ab. Um 13 Uhr erreichten wir unser Hotel am Stadtrand von Assisi (28.000 Ew.). Mittags machten wir uns auf, die interessante und sehenswerte Pilgerstadt, die sich zwischen 280 m und 500 m am Hang liegt, zu besuchen.


Basilika San Francesco, Weltkulturerbe

Von hier führt eine Pilgerroute nach Rom.


13.05.2019 Assisi – Perugia 21,3 km und 315 Hm

Heute stand nur eine Kurzetappe an, da wir ausreichend Zeit zur Besichtigung der Provinzhauptstadt Perugia mit seinen 166.000 Ew. haben wollten. Dunkle Wolken und Regen warteten wir zunächst noch am Hotel ab. Vorsichtshalber zogen wir gleich die komplette Regenmontur an, was aber nicht nötig gewesen wäre. Der stürmische Wind blies eine Wolkenfront nach der anderen über das zunächst ebene Land.

Erst auf den letzten 5 km ging es rund 300 m hinauf nach Perugia. Schnell war das Hotel gefunden und wir machten uns zur Besichtigung der Stadt, die schon von den Etruskern besiedelt wurde, auf. Der interessante und sehenswerte Altstadtbereich ist ganz oben angesiedelt. Viele enge Gassen mit Treppen und Portalen schmücken die mittelalterliche Stadt. Leider fegte ein kalter Wind durch die Gassen und über die Plätze, was sehr unangenehm war. Zum Glück blieb es aber die ganze Zeit über trocken.


Ausblick von der Hotelterrasse


Palazzo dei Priori mit Fontana Maggiore

 
14.05.2019 Perugia – Arezzo 88,6 km und 618 Hm

Der Wetterbericht kündigte für heute trockenes aber recht stürmisches Wetter an, was dann auch zutraf. Die Ausfahrt aus Perugia war recht kompliziert, da viele Einbahnstraßen, Autobahnauffahrten und extrem schlechte Straßen wieder volle Konzentration erforderten.


Mini Metro. Um den Verkehr von der Altstadt fern zu halten gibt es riesige Parkplätze außerhalb. Mit Liften und dieser Mini Metro können die Besucher so die Altstadt erreichen.

Auf Radwegen erreichten wir den Lago Trasimero, an dem wir entlangfuhren.


Immer wieder landet man auf ausgewiesenen Radwegen auf kaum fahrbare Strecken.

Danach wurde das Gelände hügeliger und wir sammelten wieder einige Höhenmeter, bevor wir um 15 Uhr Arezzo (100.000 Ew.) erreichten. Somit befinden wir uns wieder in der Toskana. Arezzo wurde von den Etruskern besiedelt und gehörte zu den mächtigsten Orten des Etruskerreiches. Die Stadt liegt etwas abseits der üblichen Touristenrouten, hat aber imposante Paläste und herrschaftliche Patrizierhäuser, sowie monumentale Sakralbauten.


15.05.2019 Arezzo – Siena 64,9 km und 883 Hm

Problemlos ging es aus Arezzo hinaus. Schon bald konnten wir auf eine ruhige Nebenstraße wechseln. Nach ca. 20 km durchfuhren wir den schönen Ort Monte S. Savino und von dort ging es ca. 10 km auf gut fahrbarer Steigung über einen bewaldeten Höhenrücken hinauf auf 600 m Höhe.


Monte S. Savino

Es folgte eine ebenso lange Abfahrt hinunter auf 200 m Höhe, wo wir total ausgekühlt - durch den immer noch sehr kalten Wind – ankamen. Bei der Weiterfahrt nach Siena wurde es immer hügeliger und die Höhenmeter summierten sich.

Sienas Altstadt wird von einem mächtigen Mauerring eingerahmt und durch eines der mächtigen Stadttore gelangten wir in die Altstadt.

Um 13 Uhr erreichten wir unser Hotel und hatten so noch den ganzen restlichen Tag Zeit, die vielen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.


Siena, Plazza del Campo mit Rathaus und 102 m hohem Torre del Magia


Über enge und steile Gassen geht es in die Altstadt


Duomo Santa Maria. Dies ist das herausragendste und bedeutendste gotische Bauwerk aus schwarz-weißem Marmor von ganz Italien.

Leider bewegen sich die Temperaturen noch immer auf sehr mäßigem Niveau und vor allem der kalte Wind macht uns zu schaffen. Aber zum Glück blieben wir wieder trocken und auch die Sonne blinzelte manchmal durch die Wolkendecke.


16.05.2019 Siena – Florenz 78,1 km und 937 Hm

Bei wolkenlosem Himmel aber lausigen 5°C starteten wir von Siena um 7 Uhr. Auch heute war das Gelände wieder sehr hügelig und mehrere, auf Hügeln gelegene Orte, mussten erklommen werden.

Dafür wurde es aber im Laufe des Tages immer wärmer und auch der Wind spielte keine Rolle mehr. Wir fuhren durch das Weinbaugebiet des Chianti, der an den Berghängen angebaut wird.


Neben Wein werden auch Oliven angebaut.

Der Verkehr war auf der gesamten Strecke sehr gering und auch die Straßen waren meist recht ordentlich zu befahren. Bei dem sonnigen Wetter machte heute das Radeln trotz der vielen Höhenmeter wieder richtig Spaß. Schon um 13 Uhr erreichten wir unser Hotel am Rande der Altstadt von Florenz (380.000 Ew.) und nutzten die verbleibende Zeit bis zum Abend, die großartigen Plätze und Gebäude anzusehen.


Duomo di Santa Maria dell Fiore


Überall Menschenmassen


Palazzo Vechio


Ponte Vecchio


Florenz, die Stadt am Arno


17.05.2019 Florenz – Pistoia 47,7 km und 170 Hm

Ursprünglich wollten wir in Florenz einen Ruhetag einlegen aber wir beschlossen, stattdessen eine Kurzetappe zurück zu legen. Die 11 km hinaus aus Florenz dauerte eine ganze Stunde, da Baustellen, Einbahnstraßen und viele Ampeln, bei stressigem Verkehr, uns aufhielten. Immer wieder waren wir von Autobahnen umzingelt und oft war es nicht ganz einfach, einen Durchschlupf mit den Rädern zu finden.

Nach 2 Stunden erreichten wir Prato, mit 192.000 Ew. die zweitgrößte Stadt der Toskana. Hier befindet sich das Zentrum der italienischen Textilindustrie, die aber inzwischen fast gänzlich in Hand der Chinesen ist.

Weiter ging es dann nach Pistoia. Wir fanden ein nettes Hotel im Altstadtbereich und erkundeten dann noch die Sehenswürdigkeiten. In Pistoia (90.000 Ew.) ist die Altstadt von einer Stadtmauer umgeben.

Heute führte die 1000 Miglia durch Pistoia. Miglia (Abkürzung: MM; italienisch: Mille „Tausend“, Miglia „Meilen“) bezeichnete ein Autorennen über öffentliche Straßen auf einem Dreieckkurs im Norden von Italien in den Jahren von 1927 bis 1957 Mille. Seit 1977 findet jeweils im Mai als viertägige „Mille Miglia Storica“ eine jährliche Neuauflage mit historischen Fahrzeugen statt, deren Typen damals teilgenommen hatten.

Hierbei wird nicht mehr auf Höchstgeschwindigkeit gefahren, sondern auf Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit.


18.05.2019 Pistoia – Porretta Terme 36,9 km und 743 Hm

Auf die Wettervorhersage war wieder kein Verlass. Es sollte bewölkt aber trocken sein, aber schon bei der Abfahrt vom Hotel regnete es leicht. So zogen wir gleich unsere Regenklamotten an und waren so für die weitere Fahrt richtig ausgerüstet. Vom Ortsausgang führte uns ein schmales und einsames Sträßchen steil bergauf.

Zwar waren wir nahezu alleine unterwegs aber dafür war es mit Steigungen bis 21 % extrem steil und, da selbst das Schieben sehr anstrengend war, kamen wir nur langsam vorwärts. Nach Erreichen der Hauptstraße legten wir bei stärker werdendem Regen eine längere Kaffeepause ein. Danach ging es bei moderaten Steigungen von 4% - 5% weiter. Auf 808 m Höhe folgte ein 1,1 km langer Tunnel, der uns die Auffahrt bis zum 942 m hohen Passo di Collina ersparte. Die nun folgende Abfahrt wäre bei schönem Wetter sicher ein Genuss gewesen. Aber der Regen und die tiefhängenden Wolken ließen keine große Freude aufkommen.

Daher beendeten wir im Thermalort Porretta Terme auf 350 m Höhe (4750 Ew.) unsere heutige Etappe und fanden völlig durchnässt und halb erfroren um 12 Uhr Unterschlupf in einem Hotel.


Porretta Terme

Porretta Terme – Bologna/Lovoleto 73,2 km und 213 Hm

Nach dem Frühstück warteten wir noch bis 9:30 Uhr, bis der Regen wenigstens etwas nachließ.


Trister Ausblick vom Hotelzimmer

Die eigentlich schöne Strecke am Fiume Reno entlang war wolkenverhangen und es kam mal mehr, mal weniger Nass von oben.

Gegen 14 Uhr erreichten wir Bologna (390.000 Ew.), wo wir auf gut ausgeschilderten Radwegen ins Zentrum gelangten. Im Juni 2006 besuchten wir schon einmal die Stadt bei unserer Radtour von Istanbul zum Bodensee. Auf dem Weg in die Altstadt trafen wir noch auf 2 Radler aus Hamburg, die nach Rimini unterwegs sind.

Nach der Besichtigung der Stadt fuhren wir noch ca. 10 km bis zu einem kleinen Vorort, wo wir in einem B&B gebucht hatten. Hier konnten wir mal wieder selbst kochen und früher als sonst üblich das Abendessen einnehmen.


20.05.2019 Bologna/Lovoleto – Ferrara 40,9 km und 43 Hm

Nach einem hervorragenden Frühstück in unserem B&B setzten wir unsere Reise bei Nieselregen fort.

Auf der nahezu ebenen Strecke kamen wir gut vorwärts. Getreidefelder und Obstplantagen prägen in diesem Teil der Poebene das Landschaftsbild. Durch die ergiebigen Regenfälle der letzten Zeit stehen viele Felder teilweise unter Wasser. Schon zur Mittagszeit erreichten wir Ferrara, wo wir in einem modernen 4 Sterne Hotel mit Frühstücksbuffet für 55,00 € gebucht hatten.

Später machten wir uns, mit einem Stadtplan bewaffnet, auf, die historische Altstadt zu besichtigen.


Viele Radler sind in der Studentenstadt unterwegs.


Palazzo Municipale


Castello Estense ist vollständig von einem Wassergraben umgeben

Ab und an blinzelte am Mittag die Sonne durch die Wolkendecke und es blieb trocken bei 19°C.


21.05.2019 Ferrara – Padua 86,5 km und 97 Hm

Beim Frühstück trafen wir die beiden Hamburger wieder, die im gleichen Hotel nächtigten. Bei bewölktem Himmel fanden wir gut aus Ferrara hinaus. Meist ging es heute auf guten Radwegen oder kaum befahrenen Nebenstraßen dahin. Zunächst führte unsere Route zum Po und auf dem Dammradweg ging es flott dahin.

Auch in der Folge ging es häufig auf Dammradwegen an Kanälen und Flüssen, unter anderem an der Etsch, entlang.

Nach 40 km erreichten wir Rovigno (51.000 Ew.) wo ein großer Markt stattfand. Nach weiteren 30 km kamen wir nach Monselice, wo sich Frieda einen Plattfuß am Hinterrad einfing. Schon wenige km später war der Reifen erneut platt und wir mussten einen neuen Schlauch aufziehen.


Reifenpanne


Mit neuem Schlauch ging es weiter Richtung Padua.

Beide Pannen konnten wir problemlos beheben und erreichten kurze Zeit später Padua (210.000 Ew.). Bei Temperaturen bis 20°C und ohne Regen verbrachten wir eine angenehme Etappe. In der der Altstadt bezogen wir ein Hotel und verbrachten den restlichen Tag in der wunderschönen Stadt.


Prato della Valle mit Basilica e Abbazia di Santa Giustina


Palazzo della Ragione


Basilika di Sant`Antonio in Padua


Prato della Valle


Das haben wir uns verdient!


22.05.2019 Padua – Feltre/Zermen 89,3 km 614 Hm

Aus Padua, einer radfahrfreundlichen Stadt, fanden wir gut hinaus und fuhren an Kanälen entlang zum 40 km entfernten Castelfranco.


Fahrt hinaus aus Padua.


Hier war der Radweg vom Hochwasser noch überflutet aber an einer Engstelle konnten wir zu Fuß unsere Räder und Taschen vorbeitragen.

Dies war unser 3. Besuch der mittelalterlichen Stadt mit dem Rad, da wir schon auf verschiedenen Strecken hier durchkamen.


Weiter ging es auf Nebenstrecken aber auch auf der viel befahrenen Hauptstraße nach Feltre (21.000 Ew.).


Feltre

Damit hatten wir das flache Gelände der Poebene hinter uns gelassen und sind nun in den südl. Dolomiten angekommen. Bei angenehmen Temperaturen bis 20°C und meist bedecktem Himmel machte das Fahren wieder Spaß.


23.05.2019 Feltre/Zermen – Cortina d` Ampezzo 112,8 k und 1612 Hm

Schon um 7:20 Uhr saßen wir auf unseren Rädern, da eine anspruchsvolle Etappe bevorstand. Die Wolken hingen noch tief vom vorabendlichen Gewitter und auch die Straßen waren noch nass, als wir die ersten 40 km nach Belluno (36.000 Ew. und 390 m hoch) in Angriff nahmen.


Belluno mit Piave

Nach 50 km hatten wir bereits 480 Höhenmeter in den Beinen und waren gerade mal so hoch wie am Ausgangspunkt. Einige Baustellen und Umleitungen mit Barrikaden wurden uns in den Weg gestellt.

Manche umfuhren wir und eine ignorierten wir und schoben unsere Räder durch, um uns einen größeren Umweg zu ersparen. Weiter ging es dann ein Stück auf der Hauptstraße aber 2 ca. 1,5 km lange Tunnel ließen keine große Freude aufkommen, so dass wir wieder auf eine Nebenstraße abbogen. Auf der linken Seite der Piaveschlucht ging es nun nach Pieve di Cadore auf 880 m hinauf.

Von hier aus ging es auf einer aufgelassenen Bahntrasse weiter hinauf bis zu unserem heutigen Tagesziel, Cortina d`Ampezzo (5.800 Ew.) auf 1284 m Höhe.


Ehemaliger Bahnhof

Im Laufe des Tages wurde das Wetter immer besser und die noch verschneiten Gipfel der Dolomiten leuchteten im Sonnenschein.


24.05.2019 Cortina d`Ampezzo – Mittewald 95,9 km und 754 Hm

Ein Traumtag! Wolkenloser Himmel, super Fernsicht und Temperaturen von 7°C – 26°C. Nach einem guten Frühstück machten wir uns wieder auf, den Bahnradweg hinauf zum Passo Chiambanche 1530 m, zu befahren. Der Weg ist naturbelassen und ab und zu grob geschottert. Dies verlangsamte zwar das Vorwärtskommen aber wir hatten dafür jede Menge Zeit, die herrliche Landschaft zu betrachten. Landschaftlich großartig führt die ehemalige Bahnstrecke durch Tunnel und über Brücken, die tiefe Schluchten überqueren.

Nach dem Pass wechselten wir bis Toblach auf die Hauptstraße.


Dürrensee mit Cristallogruppe


3 Zinnen

Dann ging es auf dem Pustertal-Radweg weiter nach Bruneck.


Bruneck

Dort legten wir eine Mittagsrast ein, bevor es mit einigen Steigungen meist auf Naturwegen bis Franzensfeste weiter ging. Von hier waren es nur noch 4 km, bis wir unsere Unterkunft in Mittewald erreichten.


Die Etsch bei Franzensfeste


25.05.2019 Mittewald – Schwaz 111,7 km und 1118 Hm

Das schöne Wetter legte heute leider wieder eine Pause ein. So starteten wir von unserem Gasthof Thaler zum Brenner-Radweg. Immer wieder mussten wir steile Anstiege und Abfahrten bewältigen.

Nach 17 km erreichten wir das schöne Städtchen Sterzing.


Blick vom Radweg auf Gossensass

Viele Fernradler begegneten uns auf dem Weiterweg, die alle den Fernradweg München – Venedig befuhren. Punkt 12 Uhr erreichten wir die Brenner- Passhöhe mit 1370 m Höhe.

Bis dahin hatten wir schon gut 800 Höhenmeter erklommen. Bei der Abfahrt begann es zu regnen und so legten wir in Steinach eine Kaffeepause ein.

In Matrei bogen wir auf die rechte Talseite ab, die zwar recht schön ist, aber auch einige längere bis zu 12 % steile Anstiege mit sich bringt. So waren weitere 280 Höhenmeter zu überwinden.

Ab Igls ging es dann sehr steil hinunter nach Innsbruck (133.000 Ew. und 580 m hoch). Wegen einer Sportveranstaltung waren große Teile der Altstadt gesperrt.


Nach einer Pause folgten wir dem Innradweg und beendeten die heutige Tour in Schwaz.


Schwaz am Inn


26.05.2019 Schwaz – Achensee – Peiting 134,6 km und 1305 Hm

Bei bedecktem Himmel und noch regennassen Straßen fuhren wir weiter nach Jenbach. Hier begann die schweißtreibende Auffahrt auf dem Radweg hinauf zum Achensee. Extrem steil, mit einigen Schiebepassagen, ging es bis zu einer Baustelle. Hier wechselten wir auf die Hauptstraße, die mit 6 % Steigung bis zum Achensee gut zu befahren war.


Blick ins Inntal bei der Auffahrt zum Achensee

Der Achensee liegt wunderschön eingebettet zwischen Karwendel und Rofangebirge.

Danach ging es hinab zum Sylvensteinstausee und über Lenggries nach Bad Tölz.


An der Isar entlang


Bad Tölz

Auf überwiegend geschotterten Radwegen ging es an der Ammer entlang und recht hügelig durch das Voralpenland über Penzberg nach Peißenberg. Mit einem letzten Aufstieg hinauf nach Peiting beendeten wir den recht anstrengenden Radltag.

In einem sehr guten Hotel kamen wir unter und mit einem ausgezeichneten Abendessen beendeten wir den Tag.


27.05.2019 Peiting – Laupheim 123,3 km und 846 Hm

Mit müden Beinen von den letzten Tagen starteten wir bei unsicherem Wetter zur letzten Etappe in die Heimat. Über Schongau ging es weiter durch das hügelige Voralpenland nach Obergünzburg.

Von hier folgte der letzte lange Anstieg hinauf nach Berg. Immer drohende Wolken drängten zur Eile und so erreichten wir zur Mittagszeit Ottobeuren, wo wir eine kurze Mittagsrast einlegten.

Die restliche Strecke über Memmingen, Fellheim, Kirchdorf und durch das Illertal, war uns durch viele Radtouren in der Heimat bestens vertraut.


Rathaus in Memmingen


In der Altstadt von Memmingen

Ein letzter Wechsel vom Rottal ins Rottumtal folgte und um 16 Uhr kamen wir trocken zu Hause an.


Den ganzen Tag über verfolgten uns drohende Wolken.

So ging nach 2958 km und 22517 Höhenmetern eine interessante aber auch sehr witterungsabhängige Radreise glücklich zu Ende.