Chambery bis Marseille

05.05.2022 Chambery – Grenoble 64,6 km und 329 Hm

Chambery verließen wir bei kräftigem Regen, der beinahe bis Grenoble anhielt.


Die Radwege waren gut ausgeschildert aber teilweise in recht schlechtem Zustand.


Viele Pfützen mussten umfahren werden und ein intensiver Geruch des Bärlauchs zog uns immer wieder in die Nase.


Unsere Route führte auch durch das Savoie Weinanbaugebiet.
Leider war auch heute die Sicht auf die Berge sehr bescheiden.



Selten durchfuhren wir ein Dorf und erst nach 40 km fanden wir ein Cafe in dem wir uns etwas aufwärmen konnten. Kurz vor Grenoble führte unsere Route an der Isere entlang und gegen 13:30 gelangten wir zu unserem Hotel.
Den Nachmittag nutzten wir bei nachlassendem Regen, um eine Besichtigungsrunde durch die Hauptstadt der Alpen zu drehen.


Mit der Seilbahn gelangt man zur auf 476 m hoch gelegenen Bastille, von der sich bei gutem Wetter ein Panoramablick auf Stadt und Umgebung bietet.


06.05.2022 Grenoble – Valence 114,4 km und 564 Hm

Problemlos fanden wir aus der Innenstadt von Grenoble zu unserem Radweg an der Isere.


Bei frischen 10°C und stark bewölktem Himmel reihten wir uns zwischen den vielen Radlern ein, die auf dem Weg zur Arbeit waren. Auf schöner Strecke neben der Isere kamen wir flott voran.


Immer wieder wechselten wir die Flussseite. Abwechslungsreich war die Fahrt durch große Walnussplantagen und später an Felder mit Aprikosen, Kirschen, Äpfel und Birnen.


Sogar einzelne Lavendelfelder blühten schon.


In Romans sur Isere legten wir nach 84 km eine Mittagspause ein.


Gut gestärkt nahmen wir dann die restlichen 30 km bis nach Valence in Angriff.



Unterwegs trafen wir heute 2 Reiseradler aus Dänemark, die sich auf dem Weg nach Gibraltar befanden. Trotz stark bewölktem Himmel und bedrohlichen Wolken kamen wir trocken durch den Tag.
Valence, die Eingangspforte zum Süden Frankreichs, ist eine charmante Stadt im Rhonetal.


07.05.2022 Valence – Orange 121,2 km und 498 Hm

Bei wolkenlosem Himmel aber stürmischem Wind aus Nord ging es aus Valence hinaus auf die Via Rhona.



Durch den Rückenwind kamen wir heute flott voran.


Leider wurden wir beim mehrfachen Überqueren der Rhone durch den heftigen Wind ausgebremst und mussten unsere Räder schieben.


Außerdem machten uns die vielen Schranken Probleme, da man jeweils die Geschwindigkeit fast komplett verlor und wieder neu anfahren musste. So bekam man keinen Rhythmus und musste aufpassen, mit den Radtaschen nicht hängen zu bleiben.


Schöne alte Burgen und Siedlungen waren an den Hängen zu sehen.


Leider lagen nur wenige kleine Orte an der Route in denen aber weder eine Gastronomie noch eine Einkaufsmöglichkeit befand.
Die ersten Kirschen reiften schon auf den Bäumen.


Auch viele andere Obstsorten finden hier ein ideales Klima vor.

Um 16:30 Uhr erreichten wir Orange in der Provence. An der Einfahrt zur Stadt steht der beeindruckende Triumphbogen aus dem 1. Jahrhundert.


Zu Beginn unserer Zeitrechnung erbauten die Römer hier außerdem das Theatre Antique, ein gewaltiges Halbrund, das besterhaltene Theater in Europa, als UNESCO- Weltkulturerbe geschützt.


Bei zwei netten Wirtsleuten bekamen wir Quartier und genossen ein Abendessen in der Altstadt. Die Stadt mit ihren engen Gassen und vielen Restaurants und Geschäften lädt zum Bummeln und Verweilen ein


08.05.2022 Orange – Aix-en-Provence 101,7 m und 624 Hm

Schon kurz nach dem Start verließen wir das Rhonetal und machten uns auf den Weg nach Sorgues.


Abfahrt von Orange


Der Markt in Sorgues verteilte sich über die gesamte Innenstadt.
Mal Sonne, mal bewölkter Himmel und wenig Wind waren bis zum Nachmittag unsere Begleiter.


Weinbaugebiete mit Weingütern lagen auch heute wieder an der Strecke.


Nach unserer Mittagspause in Cavaillon kamen immer mehr Wolken auf, die nichts Gutes verhießen.

Vor Lambesc begann es erstmals zu regnen und wir fanden Unterschlupf an einer alten Hütte. Wenige Kilometer weiter erwischte uns in Lambesc der nächste Schauer und eine Bushaltestelle diente als Unterstand. Wir zogen dort unsere Regenjacken an und fuhren weiter, kamen aber nur bis zur nächstgelegenen Tankstelle im Ort, als der Regen immer stärker wurde.

Hier warteten wir lange Zeit, aber es wurde immer kälter und der Regen hörte nicht auf. So entschieden wir im Regen die verbleibenden 20 Kilometer zurückzulegen. Der Himmel öffnete nun endgültig die Schleußen und das Wasser strömte über die Fahrbahn und ganze Bäche und Pfützen mussten durchfahren werden.
Triefend nass und völlig ausgekühlt erreichten wir unser Hotel in Aix-en-Provence und wir waren froh, diese Regenfahrt gesund überstanden zu haben.


Kurz nach unserer Ankunft ließ der Regen nach!


09.05.2022 Aix-en-Provence – Marseille 35,8 km und 280 Hm

Ein schöner Tag mit nur wenigen Restwolken begrüßte uns. Daher unternahmen wir mit unseren Rädern zunächst noch eine Runde durch die historische Hauptstadt der Provence. Die Stadt ist bekannt für Kunst und Kultur sowie ihren architektonischen Reichtum.


Marktstand mit Duftsträußchen aus Lavendel

Nur einige Wellen waren zu überwinden, bevor wir die Stadtgrenze von Marseille erreichten. Auf vielfach recht schlechten Straßen und immer mehr Müll am Straßenrand ging es hinunter in das Zentrum von Marseille.

Im Stopp und Go kämpften wir uns durch das Verkehrsgewühl und erreichten gegen 12:30 Uhr unser Hotel im Zentrum.
Den Mittag nutzen wir, um uns einen ersten Eindruck von Marseille mit 860000 Ew. zu verschaffen.