Wir haben die Küste verlassen

13.05.2022 La Croix-Valmer – Saint Tropez- Agay 70,2 km und 430 Hm

Auf einem ruhigen Sträßchen fuhren wir durch Pinienwälder hinauf zum Col de Colabasse.


Immer wieder boten sich herrliche Blicke auf das Meer und die bewaldete Landschaft.



Nach gut 20 km erreichten wir wieder das Meer und gelangten nach Saint Tropez. Millionenschwere Jachten lagen aneinandergereiht im Hafen. Einst ein beschauliches Fischerdorf, heute ein Hotspot für Reiche und Neureiche.


Für uns ging es weiter der Küste entlang, wo jede Bucht umfahren werden musste. Vielfach befuhren wir Radwege und genossen die schöne Urlaubsregion an der französischen Mittelmeerküste.


Nach 60 km erreichten wir Saint-Raphael, einen weiteren sehenswerten Ort mit ca. 30000 Einwohnern.


Nach weiteren 10 km erreichten wir Agay, wo wir ein Zimmer gebucht hatten.

Es ist nicht immer ganz einfach in dieser Region eine halbwegs bezahlbare Unterkunft zu finden.


14.05.2022 Agay – Cannes – Nizza 62,6 km und 374 Hm

Bei bewölktem Himmel und 19°C setzten wir unsere Reise fort. Die folgenden 20 km bis Cannes waren die bislang schönsten unserer diesjährigen Tour.


Fast nur Radler und wenige PKWs befuhren diese traumhafte Küstenstraße. Die Strecke schlängelte sich auf und ab und bot fantastische Ausblicke.


Ein erster Blick auf Cannes.

Cannes, eine französische Metropole, die besonders die Sonnenanbeter anzieht, die sich diesen Luxus mit dem nötigen Kleingeld aus der Portokasse leisten können. Die Hotels sind unerschwinglich! Leider ist die Stadt nicht originalgetreu, sondern als gesichtslose Planstadt aufgebaut.



Fast der gesamte Küstenstreifen ist mit Hotelanlagen oder Ferienwohnungen zugepflastert.


Für die Radfahrer gibt es vielfach ausgezeichnete Radwege, die neben der sehr verkehrsreichen Küstenstraße verlaufen.


Gegen 14:00 Uhr erreichten wir unser Hotel in Nizza, der fünftgrößten Stadt in Frankreich. Dort bekamen wir im fünften Stock ein großes Zimmer, in dem unsere Fahrräder mit uns übernachten durften. Hochkant wurden sie im Aufzug nach oben befördert.


Am Nachmittag schlenderten wir durch die quirlige Stadt, die uns sehr gut gefiel.


15.05.2022 Nizza – Monaco – Riva Ligure 72,4 km und 506 Hm

Gut gelaunt und bei bestem Wetter fanden wir prima aus der noch schlafenden Stadt hinaus.


Auf wiederum interessanter Küstenstrecke kamen wir trotz einiger Höhenmeter gut voran.


Nach zwei Stunden erreichten wir Monaco und wurden dort gleich ausgebremst. Die halbe Stadt war wegen eines Oldtimerrennens gesperrt. Auf Fußwegen schoben wir unsere Räder, soweit dies erlaubt war, durch die Stadt, um so wenigstens einen Eindruck vom Fürstentum zu erhalten.


Blick auf Monaco, das mit Monte Carlo fast eine Einheit bildet.

Gleich darauf waren wir wieder zurück in Frankreich und passierten dann wenige Kilometer später die Grenze nach Italien.


Grenzübergang Frankreich – Italien


Ventimiglia, der erste Ort nach der Grenze zu Italien. Dort genehmigten wir uns auch den ersten Eisbecher in Italien.

Nun ging es auf einem ehemaligen Bahntrassenweg an der Ligurischen Küste entlang nach San Remo.


Nach einem Fotostopp ging nun unserem Tagesziel, Riva Ligure entgegen, bis wir von der Polizei gestoppt wurden. Die ganze Gegend wurde wegen eines Bombenalarms evakuiert und alle Straßen war großräumig gesperrt. Unsere Unterkunft wäre nur noch 4 km entfernt gewesen aber zunächst unerreichbar. Schließlich mussten wir 6 Stunden abwarten, bis die Sperre kurz vor 20 Uhr aufgehoben wurde.


Die restlichen Kilometer waren rasch zurückgelegt.


16.05.2022 Riva Ligure – Finale Ligure – Savona 89,7 km und 557 Hm

Nach einer kurzen Nacht starteten wir schon sehr früh wieder auf einer aufgelassenen Bahntrasse in Richtung Imperia.


In Imperia legten wir eine Frühstückspause ein.

Die Via Aurelia, die von Ventimiglia bis nach Rom verläuft, ist hier die Hauptstraße SS1. Sie führt zwischen Imperia und Alassio im auf und ab über drei Capos an der Küste entlang. Immer wieder bieten sich herrliche Blicke auf Ferienorte und Badebuchten.


Wir besuchten Albenga. Es wäre schade gewesen, wenn wir die gut erhaltene historische Altstadt mit ihren verwinkelten und engen Gassen ausgelassen hätten.


Bei Albenga reiht sich eine Gärtnerei an die andere und Blumen und Gemüse werden angepflanzt. Auch Artischocken gedeihen prächtig.

Weiter ging es nach Finale Ligure. Hier verbrachten wir schon zweimal eine Urlaubswoche.


Zwischen Finale Ligure und Savona bietet die Küstenstraße jede Menge spektakuläre Ausblicke.


Gegen 16 Uhr erreichten wir Savona, eine wichtige Hafenstadt und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Ein großes Hotel mit **** Sternen und günstigem Preis, incl. Frühstück, begeisterte uns.


17.05.2022 Savona – Voltri – Ovada 67,2 km und 889 Hm

Im morgendlichen Berufsverkehr verließen wir Savona.


Hinter Savona befuhren wir einen Bahntrassenweg mit einigen Tunnels, bis wir durch einen Bauzaun jäh gestoppt wurden.


Somit blieb für längere Zeit nur die SS1 als Alternative. Dies verursachte einige zusätzliche Höhenmeter, bevor wir den Radweg wieder erreichten.


Diesem folgten wir dann bis Voltri. Dort legten wir eine kurze Trinkpause ein. Hier verließen wir die Küste und es folgte ein extrem steiler Aufstieg.


Meist schiebend, mit vielen Pausen, ging es 8 km auf einem schmalen Sträßchen mit 12% bis 17% Steigung auf 667 m Höhe hinauf. Hier merkt man das schwere Gepäck.


Endlich ist der höchste Punkt auf 667 m erreicht.

Die folgende Abfahrt wies ein Gefälle mit bis zu 19% auf und die Hände schmerzten vom ununterbrochenen Bremsen. In Masone, 342 m hoch gelegen, erreichten wir wieder die Hauptstraße. Von nun an konnten sich Hände und Füße erholen. In der Folge ging es am Fluss Orba entlang.


In Campo Ligure machten wir noch einen Abstecher in das historische Viertel, bevor wir die restliche Strecke nach Ovada hinunterfuhren. Heute war der bislang wärmste Tag unserer Tour mit Temperaturen bis 27°C und Sonne satt.


Unser schönes B&B in Ovada


Ovada